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Blut- und Laboruntersuchungen, die im Rahmen einer Emphysemdiagnostik sinnvoll sind.
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Bei der Diagnostik des Lungenemphysems,
bzw. im Rahmen von Kontrolluntersuchungen sind einige Blut- und Laborbefunde hilfreich. Die Diagnose
eines Emphysems ist aber nicht aus den Blutwerten zu stellen!
Wir listen Ihnen hier kurz auf, welche Laborbefunde im Rahmen der Emphysemdiagnostik interessant sind
und was sie zu bedeuten haben. |
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Wenn ein Patient neu kommt und
über Atembeschwerden - vor allem bei körperlichen Belastungen - klagt, wird der
Arzt neben anderen Untersuchungen immer auch erst einmal eine Blutabnahme durchführen
und dabei bestimmte Werte überprüfen, die bei einem Emphysem verändert sein
können. Man nennt dies Screening-Diagnostik und möchte sich damit einen Überblick
verschaffen, ob hier z.B. ein Emphysem vorliegen könnte.
Es gibt aber keinen Laborwert, der die Diagnose "Emphysem" erlaubt! Blutwerte
stellen bei dieser Erkrankung immer nur Zusatzinformationen dar, wichtiger sind
Lungenfunktion und Röntgen. |
Als erstes bestimmt man die
Blutsenkungsgeschwindigkeit (BKS oder BSG): Sie wird in mm (nach Westergren) angegeben,
z.B. 3/11 mm n.W. Sie gibt einen Hinweis auf Entzündungsprozesse im Körper, ist
aber auch bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen stark erhöht.
Wichtig ist auch die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und das sog.
Differentialblutbild: Auch hier Hinweise auf Entzündungen, beispielsweise durch Infektionen
aber auch allergischer Ursache. Normal sind 4000-10000 Leukos/µl (also Millionstel Liter!).
Im Differentialbutbild kann man verschiedene Typen von weißen Blutkörperchen unterscheiden
und daraus Rückschlüsse auf die Ursache der Entzündung ziehen.
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Interessant
ist weiterhin die Eiweißkonzentration im Blut, denn hier kann
man Hinweise auf einen eventuell vorhandenen α1-PI-Mangel
finden - oder aber Hinweise auf einen Mangel an Immunglobulinen, also
Eiweißstoffen, die für die Infektabwehr wichtig sind.
Bei der Eiweißkonzentration ist wichtiger als der Gesamtwert die Aufteilung in die
verschiedenen Unterteilungen, die sog. Elektrophorese, weil man dann schon sieht, in
welcher Richtung eine Störung zu vermuten ist.
Entscheidend für die Diagnose eines α1-PI-Mangelemphysems ist natürlich
der Nachweis von einer zu niedrigen oder u.U. sogar garnicht vorhandenen Blutkonzantration von
α1-PI. Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt über das
Alpha1-PI-Mangelemphysem. |
Darüberhinaus gibt es noch einige
Blutwerte, die für den Arzt wichtig sind: Der Kaliumgehalt des Blutes (nicht mit Kalzium
verwechseln! Das ist wichtig für die Knochen) muss sich in einem bestimmten Bereich befinden,
sonst tritt Schwäche der Muskulatur - auch der Herzmuskulatur! - auf: Es kommt zu Müdigkeit,
allgemeinem Unwohlsein, eventuell auch Herzrhythmusstörungen. Bedingt sein kann so ein
Kaliummangel durch verschiedene Medikamente, insbesondere durch
Betasympathikomimetika, Cortison und - die bei Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
und/oder hohem Blutdruck (Hypertonie) oft eingesetzten - Diuretika ("Wassertabletten").
Interessant ist manchmal auch der sog. Theophyllinspiegel: Dabei überprüft man die
Konzentration des Medikamentes Theophyllin im Blut, um eine korrekte Therapieeinstellung zu erreichen. |
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Hier
geht es weiter zum Thema Bronchoskopie.
(Dr. M. Prittwitz) |
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