Inhaltsverzeichnis
Glossar - das Fachwörterbuch
Das Krankheitsbild
Aufgaben der menschlichen Atmung
Aufbau und Funktion der menschlichen Atmung
Veränderungen in Aufbau und Funktion beim Emphysem
Ursachen des Emphysems
Verlauf der Krankheit
Diagnose:
Die Röntgen-
untersuchung
Möglichkeiten der Behandlung
Seelische Aspekte
Leben mit der Krankheit
Leben gegen die Krankheit
Prävention und Screening
 

Röntgenuntersuchungen


Die bekannteste technische Untersuchung der Atmungsorgane ist das Röntgenbild. Über hundert Jahre alt ist diese Technik - und sie hat schon viel Leben gerettet. Aber ein wenig ist sie auch in Verruf geraten wegen der damit verbundenen Strahlenbelastung des Körpers.

Bei dieser Technik wird der Körper bekanntlich von Röntgenstrahlen durchdrungen, auf der anderen Seite kann so ein Schattenbild auf einem fotografischen Film aufgefangen werden.
Durch Verbesserung der Technik ist die Strahlenbelastung bei einer normalen Röntgenaufnahme sehr gering geworden. Die Aufnahme ist aber nicht ganz einfach zu deuten, so dass nur sehr Erfahrene damit gute Ergebnisse erzielen.


Hier sehen Sie das Röntgenbild einer ganz normalen Lunge:

Die weiße Figur in der Mitte ist der Herzschatten. Nach beiden Seiten sieht man die Rippen von der Wirbelsäule abgehen und im Bogen nach unten und vorne verlaufen. Nach unten begrenzen die Zwerchfelle den Brustraum (man vergesse nicht, dass im Röntgenbild die Seiten vertauscht sind!). Im mittleren Teil beidseits des Herzens die Lungenwurzeln: Die großen Blutgefäße (Lungenarterien und ~venen). Die Lungen selbst dunkel, verhältnismäßig gleichmäßig (homogen) - erst wenn ein krankhafter Befund vorliegt, finden sich hier Verschattungen. Die Atemwege heben sich nicht ab, da sie wie die Lungen ja luftgefüllt sind.

Röntgennormalbefund
Röntgen Emphysemlunge

Und hier das typische Röntgenbild einer (ausgeprägten) Emphysemlunge:

In der Mitte wieder der Herzschatten, durch die Überfülle an Luft etwas zusammengepresst. Blutadern und Lungenfeinstrukturen sind kaum noch erkennbar, die Rippenschatten stehen fast horizontal mit großen Zwischenräumen, alles Hinweise für die starke Überblähung: Die Lunge ist wie aufgeblasen!
Auch die sehr flachen Zwerchfelle auf beiden Seiten sprechen dafür. Die Form des Brustkorbes ist fast kugelig verändert.

Übrigens ist auch die heute so wichtige Computertomographie (CT) eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen. Der Unterschied zum sog. konventionellen Röntgen besteht darin, dass die Röntgenstrahlen, die den Körper durchdrungen haben, nicht auf einen Film auftreffen, auf dem das Schattenbild als Negativ dargestellt wird, sondern auf einen elektronischen Chip, der die Informationen an den Computer weitergibt. Hier wird das ganze dann verrechnet und ausgewertet und am Bildschirm angezeigt.
Durch diese Technik lassen sich bei (relativ!) geringer Strahlendosis sehr genaue Informationen über Strukturen und Veränderungen im Körper gewinnen.
Die Computertomographie hat eine regelrechte Revolution in der Medizin ausgelöst. So sind z.B. Tumoren schon ab etwa 2 mm Größe zu sehen - das ist im "normalen" Röntgen meist nicht möglich.
Am Computerbildschirm erscheinen zahlreiche Schichten, die Querschnitten durch den Körper entsprechen ("Salamitaktik …"). Darauf kann der erfahrene Arzt viele wichtige Dinge erkennen.

So sieht eine dieser Schichten aus. Sie blicken von unten in Richtung Kopf. Links befindet sich dadurch die rechte Lunge und umgekehrt. In der Mitte sehen Sie unten die Wirbelsäule und im oberen Bildteil den fast kreisrunden Herzschatten. Links und rechts unterhalb davon erkennen Sie den linken und rechten Hauptbronchus (runde schwarze Figur). Auch die zarte Trennlinie zwischen linker und rechter Lunge ist gut zu erkennen.
Auf der linken Seite unten (d.h. in der rechten Lungen hinten gelegen) findet sich eine große Emphysemblase. Das übrige Gewebe scheint auf den ersten Blick einigermaßen unauffällig. Bei genauerem Hinschauen erkennt man aber doch wolkige Unregelmäßigkeiten.

Hier sehen Sie fast das gleiche Bild in einer Spezialdarstellung: Alle Emphysem-Hohlräume sind weiß gefärbt. Sie erkennen die große Blase (Bulla) wieder, sehen aber auch, dass im vorderen rechten Lungenteil aber auch links hinten und etwas weniger links vorne viele Emphysemveränderungen zu finden sind.
Übrigens kommen hier auch Herz und Wirbelsäule etwas besser zur Darstellung. Interessant ist, dass für dieses Bild keine neue Aufnahme erfolgen muss, es wird alles nur vom Computer ausgerechnet!

Auch die Kernspintomographie (NMR) ist eine Schichtuntersuchung, allerdings ohne Röntgenstrahlen. Sie bringt aber eher im Knochen- und Nervenbereich Vorteile, deshalb wird sie vor allem bei solchen Erkrankungen eingesetzt.

Hier geht's weiter zu den Lungenfunktionsuntersuchungen.

(Dr. M. Prittwitz)

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Autor(en) der Seite: Dr. M. Prittwitz. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 01.05.2009 11:19