Inhaltsverzeichnis
Glossar - das Fachwörterbuch
Das Krankheitsbild
Aufgaben der menschlichen Atmung
Aufbau und Funktion der menschlichen Atmung
Veränderungen in Aufbau und Funktion beim Emphysem
Ursachen des Emphysems
Verlauf der Krankheit
Diagnose
Möglichkeiten der Behandlung:
Allgemeines
Seelische Aspekte
Leben mit der Krankheit
Leben gegen die Krankheit
Prävention und Screening
 

Behandlung des Lungenemphysems -
ein längeres Kapitel!


In diesem Abschnitt wollen wir Ihnen alles über die Behandlungsmöglichkeiten des Lungenemphysems aufzeigen, was man heute weiß.
Das ist viel und wenig gleichzeitig! Man kann es in wenigen Worten sagen -
oder aber auch in vielen Seiten ausführlich diskutieren. Wir wollen - wie auch in anderen Teilen dieser Seite - einen Kompromiss versuchen.

Bevor wir auf Einzelheiten eingehen, noch eine Vorbemerkung. Wir haben in den vorangehenden Abschnitten gesehen, dass das Emphysem eine Erkrankung ist, die durch Gewebszerstörungen gekennzeichnet ist. Daraus folgt, dass ein einmal aufgetretenes Emphysem strenggenommen nicht mehr geheilt werden kann!
 
Die einzige wirkliche Behandlung ist die Vorbeugung!
Das heißt aber nicht, dass bei einem diagnostizierten Emphysem nicht sehr viel getan werden könnte. Fatalistisch zu sagen "jetzt ist alles egal" wäre sicher die schlechteste Reaktion.
 
Man kann die Erkrankung zumindest teilweise aufhalten, man kann die Beschwerden lindern und verbessern und man kann vor allem die Lebensqualität sehr wohl entscheidend verbessern. Und das ist es ja letztlich, was wir uns alle wünschen: Freude am Leben in all seiner bunten Vielfalt ...
 
Noch etwas: Suchen Sie sich einen Arzt Ihres Vertrauens! Bücher, Webseiten, Vorträge - all das kann eine gute und vertrauensvolle ärztliche Behandlung nicht ersetzen!

Hier nun eine Übersicht über die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten bei einem Lungenemphysem:
  • Möglichst sofort alle Einflüsse vermeiden, die die Krankheit verschlechtern (dazu gehört natürlich insbesondere das inhalative Zigarettenrauchen).
  • Medikamente nach Anweisung eines erfahrenen Arztes einsetzen, die sich bei der Behandlung von Atemwegserkankungen bewährt haben (insbesondere bronchienerweiternde, schleimlösende, evtl. auch entzündungshemmende Präparate, nach Möglichkeit in inhalativer Form, z.B. als Sprays).
  • Eine Besonderheit stellt hier der Alpha-1-Proteaseninhibitor dar, der bei Alpha-1-PI-Mangelemphysem den natürlicherweise vorhandenen Blutfaktor ersetzen und damit die Krankheit stoppen soll. Das weltweit einzige Präparat dieser Art ist Prolastin® der Firma Bayer-Vital.
  • Behandlung begleitender Erkrankungen, die sich ungünstig auf die weitere Entwicklung des Emphysems auswirken können (insbesondere Chronische Bronchitis, Übergewicht, Hoher Blutdruck, Herzerkrankungen und ähnliches).
  • Insbesondere konsequente Behandlung von Infekten (also "Erkältungen", grippalen Erkrankungen usw.), die den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen können.
  • Alles Wichtige über die Krankheit lernen, um besser damit umgehen zu können (z.B. Lesen und Erarbeiten dieser Webseite oder der Seite www.emphysem.de oder entsprechender Bücher).
  • Überprüfen, wie man seinen Lebensstil gesünder gestalten kann, um natürliche Abwehrkräfte zu stärken.
  • Auch die Berücksichtigung der seelischen Situation ist hiervon ein wichtiger Teil, auch wenn das Emphysem natürlich keine seelische oder psychisch bedingte Erkrankung ist!
  • Hierzu gehört sinnvollerweise auch die Durchführung einer Rehabilitationsbehandlung, bei der man viele der genannten Punkte in konzentrierter Form kombinieren kann.
  • Bei fortgeschrittenem Emphysem kann eine Sauerstoffbehandlung die Lebensqualität stark verbessern und die Lebenszeit deutlich verlängern. Dies ist mit die wichtigste Form der Behandlung eines schweren Emphysems überhaupt!
  • In ganz seltenen Fällen kann eine Operation Linderung bringen. Dies ist allerdings nur der allerletzte "Strohhalm", wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten erschöpft oder unmöglich sind - und es ist sicher nicht die beste Therapiechance. Deshalb sollte man nicht hierauf seine Hoffnungen setzen.

Sie sehen, ganz machtlos steht man nicht vor seinem Schicksal nach der Diagnosestellung. Es erfordert aber einen guten, erfahrenen Arzt und viel eigene Initiative und Engagement, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Dabei will Ihnen diese Webseite nicht zuletzt behilflich sein!

(Dr. M. Prittwitz)

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Autor(en) der Seite: Dr. M. Prittwitz. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 01.05.2009 11:24