Inhaltsverzeichnis
Das Krankheitsbild
Aufgaben der menschlichen Atmung
Aufbau und Funktion der menschlichen Atmung
Veränderungen in Aufbau und Funktion beim Emphysem
Ursachen des Emphysems
Verlauf der Krankheit
Diagnose
Möglichkeiten der Behandlung
Behandlung von Exacerbationen
Seelische Aspekte
Leben mit der Krankheit
Leben gegen die Krankheit
Prävention und Screening
 

Behandlungsmöglichkeiten bei sog. Exacerbationen -
Verschlechterungen, ausgelöst durch Infekte oder andere Ereignisse


Selbst, wenn alles bestens geregelt ist: Sie haben einen guten Arzt, sind stabil mit Medikamenten eingestellt, haben das Rauchen aufgegeben (falls Sie es vorher getan haben!) und auch sonst alles getan, um gesund zu sein und zu werden .....
Und plötzlich fängt die Krankheit wieder an zu arbeiten: Sie brauchen häufiger Ihr Dosieraerosol, müssen mehr "schnaufen" und husten - überhaupt wird alles schlechter!
Was ist geschehen? Als "alter Hase" wissen Sie es: Sie haben eine Exacerbation.

Ursache dafür ist meist ein (grippaler) Infekt, also eine Ansteckung mit Bakterien oder Viren. Sind Bakterien die Ursache, so kann man den auslösenden Infekt selbst mit Antibiotika behandeln, bei Virusinfekten hilft nur Schonung und eventuell (vor allem bei starker Abgeschlagenheit und/oder Fieber) Bettruhe.
Die Verschlechterung der Grundkrankheit aber (in unserem Fall also der Emphysembeschwerden) muss mit einer entsprechenden Intensivierung der medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlung abgefangen werden.
Das Wichtigste beim Auftreten solcher Infekt-Exacerbationen ist eine gute Überwachung und Kontrolle: Die Gefahr, dass sich die chronische Krankheit dadurch insgesamt verschlechtert, ist relativ groß. Vieles spricht dafür, dass solche Infekte überhaupt der häufigste Grund dafür sind, dass sich chronische Atemwegskrankheiten im Lauf der Jahre verschlechtern.
Beobachten Sie sich aufmerksam, Zunahme von Husten, Auswurf (vor allem wenn er sich schmutzig-grün verfärbt - Bakterien!) und Atemnot sind Alarmzeichen.
Aber auch unerklärliche Allgemeinerscheinungen wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Gliederschmerzen sind, wenn sie über das "normale" Maß einer Erkältung hinausgehen, eventuell Gefahrensignale.
Sie sollten als chronisch Kranker in solchen Situtionen bei jeder Unklarheit zu Ihrem Arzt gehen - das hat nicht smit Wehleidigkeit zu tun, sondern ist notwendig, um Schlimmeres zu verhindern.

Schnell wird aus einem verschleppten Infekt eine Lungenentzündung (Pneumonie), was die Situation drastisch verschärft und gefährlich macht.
Oft sind es garnicht die hochakut verlaufenden Infekt, die Probleme bereiten, sondern die schleichenden, bei denen man sich unerklärlich schlapp und schlecht fühlt, hustet, schwitzt....

Was kann man aus diesen Hinweisen lernen? Jeder Infekt, jede Begleiterkrankung anderer Art muss sorgfältig beobachtet und gegebenenfalls behandelt werden, sicherlich noch konsequenter als bei einem sonst Gesunden! Die Gefahren und Risiken sind hier einfach noch größer, eine Verschlechterung Ihres Emphysems droht und das wäre fatal. Seien Sie nicht nachlässig!
Wenn gehäuft Exacerbationen vorkommen, ist Ihre Krankheit nicht stabil, vielleicht nicht gut mit Medikamenten eingestellt oder es schwelt ein immer wieder aufflammender Infekt in den Bronchien oder anderswo. In diesem Fall ist eine nochmals erhöhte Vorsicht angebracht: Solange mit Haus- und Lungenarzt "dranbleiben" bis es sich wirklich stabilisiert, auch mal an eine Rehabehandlung denken, die in solchen Fällen oft "Wunder" wirken kann. Dort wird häufig auch eine konsequente Diagnostik durchgeführt (z.B. mit Bronchoskopie), was am Heimatort oft aus Zeit- oder sonstigen Gründen unterbleibt.
   
 
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Autor(en) der Seite: Dr. M. Prittwitz. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30.09.2005 20:24