Inhaltsverzeichnis
Glossar - das Fachwörterbuch
Das Krankheitsbild
Aufgaben der menschlichen Atmung
Aufbau und Funktion der menschlichen Atmung
Veränderungen in Aufbau und Funktion beim Emphysem
Ursachen des Emphysems
Verlauf der Krankheit
Diagnose
Möglichkeiten der Behandlung
Ausblick in die Zukunft
Seelische Aspekte
Leben mit der Krankheit
Leben gegen die Krankheit
Prävention und Screening
 

Ausblick in die zukünftigen Möglichkeiten der

Atemwegs- und Emphysemtherapie


Die derzeitigen Forschungen befassen sich hauptsächlich mit der Verhinderung und/oder Behandlung der Entzündung in den Atemwegen. Daneben ist die Behandlung mit Alpha-1-Proteaseninhibitor- wie andernorts beschrieben - weiterhin hochaktuell.
Ein "altes/neues" Therapiekonzept ist mit dem Medikament Spiriva® (ein Anticholinergikum) wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.
Diese Seite stellt einen ersten Entwurf dar, wir werden versuchen, alle verfügbaren Informationen und Konzepte zu diesem Thema zu sammeln und diese Seite dann entsprechend zu aktualisieren. In Form kurzer Meldungen finden Sie zum Thema "Neues" auch Infos unter Aktuelle Informationen.


Man hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe von entzündungsfördernden Substanzen in unserem Körper entdeckt (sog. Entzündungs-mediatoren): unter anderem Prostaglandine und Phosphodiesterasen. Hier versucht man anzusetzen und Medikamente zu finden, die diesen Entzündungsprozess abschwächen können. Letztlich läuft dies auf den Versuch hinaus, Medikamente mit Cortisonwirkung zu finden, in der Hoffnung, dass letztendlich weniger Nebenwirkungen resultieren. Hier liegt aber gewisses Problem. Neu entwickelte Medikamente benötigen immer einen gewissen Zeitraum, bis man ihre Wirkungen und Nebenwirkungen einigermaßen zuverlässig beurteilen kann, d.h. Jahre! Beim Cortison kennt man wenigstens zuverlässig die zu erwartenden Nebenwirkungen und kann von vorneherein etwas dagegen tun.
Trotzdem liegt in diesem Bereich eine große Hoffnung der Pneumologie und ihrer Patienten.

Leider haben wir an einem anderen Punkt gesehen, dass auch das "Wundermittel" Cortison speziell beim Lungenemphysem nur sehr begrenzte Wirkungen zeigt. Es ist also zu befürchten, dass es sich bei den zu erwartenden Neuentwicklungen ähnlich verhalten wird: Gute bis sehr gute Wirkungen beim Asthma, bescheidene bis unbefriedigende Eigenschaften für Emphysemkranke :-( Vertreter dieser Art von Medikamenten sind das hervorragende Asthmamedikament Singulair®, in diese Reihe wird auch das ins Gespräch gekommene Roflumilast® einzuordnen sein. Wir werden Sie in Zukunft informieren....

Andere Hoffnungen und Möglichkeiten liegen im Bereich der nichtmedikamentösen Therapie und der Vorbeugung. Hier liegen speziell beim Emphysem vielleicht die größeren Möglichkeiten. Auch die Behandlung mit Prolastin® fällt ja in diese Rubrik, denn es handelt sich hier ja um eine vorbeugende Maßnahme.
Sicher wird es auch Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Physiotherapie geben, spezielle Trainings- und Gymnastiktechniken z.B....

Die außerordentliche Bedeutung des körperlichen Trainings wird ja in letzter Zeit immer deutlicher sichtbar. Das alles fällt in den Bereich der Rehabilitationsmaßnahmen und der Prävention. Spezialisten in diesem Metier sind die Rehakliniken und es kann jedem Kranken nur empfohlen werden, diese Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen und nicht immer nur auf das "Wundermedikament" zu warten. Die Krankenkassen und Rentenversicherungen sind in diesem Bereich bei begründetem Antrag relativ großzügig, weil sie dies ebenfalls erkannt haben.

In den schwersten und weit fortgeschrittenen Fällen werden auch weiterhin operative, also chirurgische Maßnahmen ihre Berechtigung haben. Bestimmte Operationstechniken, vor- und nachbereitende Maßnahmen ermöglichen schonende Verbesserung der restlich verbliebenen Fähigkeiten des Atmungsapparates. Hierher gehört auch die Lungentransplantation, die natürlich die letzte und eingreifendste Therapie des Lungenemphysems darstellt: Erst wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind, kommt es zu dieser eingreifenden Behandlung, die dann allerdings immer wieder großartige Erfolge nach sich zieht.

Es lohnt sich also für jeden Kranken und seine Angehörigen, immer wieder Ausschau zu halten nach neuen Entwicklungen, interessiert zu sein und offen auch für unkonventionelle Dinge. Ihre behandelnden Ärzte und auch wir versuchen Ihnen dabei behilflich zu sein. Das Internet kann gerade in diesem Bereich dazu führen, dass alle Beteiligten in Zukunft besser informiert sind. Natürlich ist aber auch Vorsicht geboten: Scharlatanerie ist leider auch im Gesundheitsbereich bekanntlich weit verbreitet - und mit der Sorge um Gesundheit und Lebensqualität läßt sich leicht ein Vermögen verdienen.
Deswegen sollten Sie nie etwas ungeprüft unternehmen: Fragen Sie ihren Hausarzt, rufen Sie uns an, wenden Sie sich an die Deutsche Emphysemgruppe, die Atemwegsliga oder andere renommierte Vereinigungen.

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Autor(en) der Seite: Dr. M. Prittwitz. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30.09.2005 20:24