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Möglichkeiten einer Substitutionstherapie
mit Alpha-1-Proteinaseninhibitor (A1Pi)
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Die Erkenntnis, dass
bei manchen Emphysempatienten ein
Enzym im Blut fehlt, führte zur Entwicklung
einer Ersatzbehandlung mit eben diesem Stoff. Das
hört sich großartig an, ist es auch - für
einige Menschen! - , stellt aber leider nicht die
Lösung des Problems "Emphysem" dar.
Der Enzymmangel ist nämlich nur bei einem sehr
kleinen Teil der Kranken die wesentliche Ursache.
Es ist zwar bisher der Nachweis erbracht worden, dass
sich die Blutwerte durch eine - lebenslange - Behandlung
(derzeit nur in Form wöchentlicher Infusionen
möglich) deutlich verbessern lassen. Schwieriger
sieht es schon beim Nachweis aus, dass sich dadurch
auch tatsächlich der Krankheitsverlauf entsprechend
verbessert. Es gibt allerdings darauf sehr
hoffnungsvolle Hinweise.
Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang ein aktueller
Artikel von Prof.Dr.N.Konietzko (entweder als PDF-Datei
von www.emphysem.de (Acrobat
Reader erforderlich) oder als HTML-Datei
von unserem Server).
Die Herstellung bzw. Gewinnung des Stoffes aus menschlichem
Spenderblut (bzw.Plasma)
ist extrem aufwändig, deshalb gibt es immer wieder
Probleme mit dem Vorrat und - leider auch mit den
Kosten...
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Eines soll hier angemerkt werden: Dies ist
keine Webseite der Firma Bayer-Vital, obwohl diese in dankenswerter Weise unser
Projekt unterstützt! Ohne die Hilfe von Bayer-Vital wären
Emphysem-Hotline und
www.emphysem-info.de nicht möglich gewesen. Deshalb
stellt diese Extraseite über das Bayer-Produkt Prolastin® gleichzeitig
einen Dank an unseren Sponsor dar.
Prolastin ist das einzige bisher auf dem Markt befindliche Enzymersatzmittel
und es stellt deshalb einen ganz wichtigen Meilenstein in der Geschichte
der Behandlung des Lungenemphysems dar. Aber - bisher zumindest - leider nur
für einen verschwindend kleinen Teil unserer Kranken!
Diese Seite ist von Ärzten gemacht, die letztlich nur ihren
Patienten und ihrem Gewissen verantwortlich sind. Und wir erleben
Tag für Tag die große, bedrückend große Zahl
an Menschen, die unter teilweise schwerer Atemnot leiden - denen
man aber leider nicht mit diesem Medikament helfen kann.
Diese Bemerkung soll einen Hinweis auf die Bedeutung des A1Pi-Faktors
aus ärztlicher Sicht geben.
Viele Einzelheiten zum Thema
A1-Pi-Mangelemphysem finden Sie übrigens auf
dieser Seite. Deswegen hier nur Infos zur Behandlung mit
Prolastin®! |
Nun
aber einiges zum Präparat selbst. Man hat herausgefunden, dass
nur Kranke mit ausgeprägtem A1Pi-Mangel von der Behandlung profitieren,
vor allem dann, wenn die Lungenfunktion noch nicht zu stark
eingeschränkt ist.
Auch Patienten mit mittelschwerem Lungenemphysem sollten - einen
nachgewiesenen Mangel vorausgesetzt - behandelt werden. Ein
Grund, auf diese Behandlung zu verzichten, ist übrigens die
Weiterführung des Zigarettenrauchens! Aber auch eine Unverträglichkeit
von Blutprodukten kann ein Hindernis sein. |
Der Patient erhält lebenslang wöchentlich 60mg/kg Prolastin HS
als Infusion, d.h. ein 75-Kilo-Mann 4500mg, also 4,5g, bzw. eine
65-Kilo-Frau 3,9g. Nebenwirkungen kommen glücklicherweise nicht
allzu häufig vor. Der Enzymspiegel sollte unmittelbar vor der
nächsten Infusion in einem bestimmten Bereich (>35%
des "Normalwertes") liegen.
Unter einer derart langfristig und konsequent durchgeführten
Behandlung sieht man, dass sich der Fortschritt im Krankheitsverlauf
(gemessen insbesondere an der Lungenfunktion)
verlangsamt. |
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