Inhaltsverzeichnis
Glossar - das Fachwörterbuch
Das Krankheitsbild
Aufgaben der menschlichen Atmung
Aufbau und Funktion der menschlichen Atmung
Veränderungen in Aufbau und Funktion beim Emphysem
Ursachen des Emphysems
Verlauf der Krankheit
Diagnose
Möglichkeiten der Behandlung
Medikamente: Ergänzende Präparate
Seelische Aspekte
Leben mit der Krankheit
Leben gegen die Krankheit
Prävention und Screening
 

Medikamente, die in bestimmten Situationen zusätzlich eingenommen werden können - und sollten!


Es gibt Medikamente, die sinnvollerweise ständig (oder zumindest üªber einen längeren Zeitraum) angewendet werden sollten. Andere dagegen sind nur hilfreich in bestimmten Situationen: in der Regel Verschlechterungen (Exacerbationen), die meist durch Atemwegsinfekte ausgelöst werden.

Dazu gehören insbesondere

  - Schleimlöser und

  - Antibiotika.


Mukolytika/Sekretolytika/Schleimlöser

Das sind pflanzliche oder chemisch erzeugte Stoffe, die nichts anderes tun als den oft zähen Schleim flüssiger und damit besser abhustbar zu machen.
Sie sind fast alle als "leichte" Medikamente einzustufen und haben keine (oder zumindest keine ernsten) Nebenwirkungen (Unverträglichkeitsreaktionen wie Blähungen, Durchfall oder Juckreiz kann es auch beim "harmlosesten" und "natürlichsten" Medikament geben!).
Sinnvoll sind sie natürlich nur, wenn tatsächlich auch Schleim vorhanden ist! Vor allem, wenn dieser zäh oder klumpig und schlecht abhustbar ist, können diese Mittel eine wirkliche Erleichterung darstellen.

Eine gute Hilfe bei zähem Schleim ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr - also: Genügend trinken!
Auch die verschiedensten Inhalationslösungen können sich günstig auswirken - aber Vorsicht, stark ätherische Substanzen können reizen und damit Husten nach sich ziehen! Die beste Inhalationslösung ist Kochsalzlösung (NaCl): Die beliebten Meerwasser- oder Soleinhalationen beruhen beispielsweise auf diesem Prinzip! Aber auch alle pharmakologischen Inhalationslösungen enthalten NaCl.
Neben verschiedenen pflanzlichen Wirkstoffen gibt es im wesentlichen zwei gut verträgliche und gut wirksame Stoffe:

  - Acetylcystein
  - Ambroxol.

Die Wirkungsweise ist etwas unterschiedlich, in beiden Fällen jedoch gut und wiederholt nachgewiesen. Acetylcystein gibt es (von den verschiedensten Herstellern) meist als Brausetabletten, es kann auch inhaliert werden, Ambroxol nimmt man am sinnvollsten als Retardtablette zu sich.

Einige Beispiele sehen Sie in einem Extrafenster:
(mit Javascript / ohne Javascript).

Antibiotika

Ganz anders sieht es bei den Antibiotika aus! Hierbei handelt es sich um stark wirksame Chemotherapeutika, die grundsätzlich nur in Absprache mit dem Arzt angewendet werden sollten.
Das älteste und immer noch bekannteste Antibiotikum ist das Penicillin. Daneben wurden in den vergangenen JAhrzehnten jedoch eine Vielzahl an gut wirksamen Stoffen entdeckt oder entwickelt. Viele von ihnen sind ursprünglich Naturstoffe, werden aber aus verschiedenen Gründen im Labor hergestellt.

Für den Einsatz von Antibiotika gibt es einige Regeln, die auch der Patient wissen sollte:

  • Man sollte eine Behandlung mit Antibiotika nur beginnen, wenn es "handfeste" Gründe dafür gibt (das sollten Sie unbedingt mit dem Arzt absprechen). Medizinisch ausgedrückt heißt das: Es muss eine Indikation bestehen.
  • Wenn man die Behandlung beginnt, muss man sie konsequent durchführen, d.h. nach Verschwinden der Krankheitszeichen mindestens noch drei Tage. In der Regel beträgt die Behandlungsdauer mit Antibiotika 5 -10 Tage.
  • Der Behandlungserfolg sollte am besten vom Patienten selbst überprüft werden:
    Deutliche(!) Beschwerdebesserung der nach (spätestens) 3 Tagen! Dann wie oben beschrieben konsequent zu Ende führen!
    Andernfalls sofort Kontakt mit dem Arzt aufnehmen - eine Weiterführung der Therapie in dieser Form ist wahrscheinlich nicht sinnvoll!
  • Antibiotika führen gelegentlich zu leichteren Nebenwirkungen (Völlegefühl, leichtere Übelkeit, Durchfall, Juckreiz). Nehmen diese Beschwerden zu oder sind sie stärker ausgeprägt, sollte man sofort Kontkt zum Arzt aufnehmen!
  • Antibiotika sind kein "Spielzeug", sie sind in ganz besonderem Maße weder Wundermittel noch "Teufelszeug":
    Sie haben schon viele Leben gerettet - aber man kann auch viel Unheil damit anrichten!

Einen Überblick über einige bekannte Präparate erhalten Sie wieder in einem Info-Fenster:
(mit Javascript / ohne Javascript).

Zurück zum Überblick Medikamente!
Haben Sie eine Frage?
Dann schicken Sie uns
doch einfach eine Mail!

 
Site designed by
M.Prittwitz
&
J.Steier
©2001

  Zurück zum Seitenanfang        Zurück zur Homepage


über uns     Aktuelle Infos     Was ist Emphysem?     FAQ's    Links, Adressen     Kontakt
Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.

Autor(en) der Seite: Dr. M. Prittwitz. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30.09.2005 20:24