Inhaltsverzeichnis
Glossar - das Fachwörterbuch
Das Krankheitsbild
Aufgaben der menschlichen Atmung
Aufbau und Funktion der menschlichen Atmung
Veränderungen in Aufbau und Funktion beim Emphysem
Ursachen des Emphysems
Verlauf der Krankheit
Diagnose:
Körperliche Untersuchung
Möglichkeiten der Behandlung
Seelische Aspekte
Leben mit der Krankheit
Leben gegen die Krankheit
Prävention und Screening
 

Die körperliche Untersuchung
die zweite Säule der klassischen Medizin


Früher konnte der Arzt nur mit seinen Sinnesorganen: Augen, Ohren, Tastsinn ... Krankheiten feststellen. Aber auch heute noch ist die körperliche Untersuchung im Zusammenhang mit dem ärztlichen Gespräche die Basis der Diagnose! Die ganze Batterie der technischen Untersuchungen dient der Bestätigung und Verfeinerung der gewonnenen Erkenntnisse. Die beiden erstgenannten Punkte sind das, was gelegentlich als "ärztliche Kunst" bezeichnet wird.
Es ist nicht uninteressant, sich einmal zu vergegenwärtigen, was der Arzt da eigentlich macht, bzw. was er wahrnimmt. Einige Beispiele sollen das demonstrieren.

Die Augen:
  • Sie sehen einen Menschen, der sich schwer atmend in mein Behandlungszimmer quält, mit Mühe spricht, sich unter Luftnot zur Untersuchung auszieht.
  • Sie sehen bläuliche Lippen, fahl-graue Haut, eingefallene Augen, Mattigkeit, Kraftlosigkeit.
  • Sie sehen einen aufgeblähten Brustkorb, hervorstehende Adern -
  • ... und noch so manches andere.
Die Ohren:
  • Sie hören eine etwas heisere, belegte Stimme.
  • Sie hören das schwere Atmen, beim Ausatmen ein leises Pfeifen, das Rauschen, wenn die ausgeatmete Luft durch die Lippen geblasen wird.
  • Sie hören den dumpfe Klang beim Beklopfen des Brustkorbes (Perkussion)
  • Sie hören - nein, eigentlich hören sie es nicht: den sanften Atemstrom der gesunden Atmung mit dem Stethoskop (Auskultation)
  • Sie hören das tiefe, ganz feine pfeifende Nebengeräusch am Ende des Ausatemvorganges und - ganz in der Ferne - das leise, dumpfe Klopfen des Herzens
Der Tastsinn:
  • Er spürt den kraftlosen Händedruck bei der Begrüßung.
  • Er spürt den schnellen, dünnen Puls.
  • Er spürt das mühsame Sichaufblähen und Wiederzusammenfallen des Brustkorbes.
Der Geruchssinn:
  • Er vernimmt den Geruch kalter Zigaretten beim Betreten des Zimmers…

Anhand dieser verschiedenen Eindrücke und im Zusammenhang mit der Anamnese kann sich der Arzt meist ein recht gutes Bild der Erkrankung machen. In manchen Fällen könnte er damit sogar schon die Diagnose stellen. Meist wird er aber noch zusätzliche technische Untersuchungen heranziehen, die die bisher gewonnenen Erkenntnisse erweitern. Am bekanntesten ist hier die Röntgenuntersuchung.
(Dr. M. Prittwitz) 
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Autor(en) der Seite: Dr. M. Prittwitz. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 01.05.2009 11:25