Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
Das neue Konzept der Klinik
Bad Reichenhall
Teil 10
Das Team
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Das neue Konzept der Klinik Bad Reichenhall


X . Die Wege in die Reha an der Fachklinik Bad Reichenhall
Die Fachklinik Bad Reichenhall ist eine Einrichtung der LVA Niederbayern-Oberpfalz, die auch medizinische Rehabilitationen im Sinne von Krankenhausbehandlungen durchführen kann.
Die Fachklinik Bad Reichenhall wird als Schwerpunktklinik der LVA Niederbayern-Oberpfalz von allen maßgeblichen Renten- und Krankenversicherungsträgern belegt, bzw. wird die Kostenübernahme gesichert.
Rentenversicherungsträger:
alle Landesversicherungsanstalten (LVA)
Bundversicherungsanstalt für Angestellte (BfA)
Bundesknappschaft
Seekasse
Krankenversicherungen:
gesetzliche Krankenkassen (RVO-Kassen)
Ersatzkassen
private Krankenversicherungen/Beihilfe
Berufsgenossenschaften
VersorgungsämterDie grundsätzlichen Varianten der Patientenaufnahme an der Fachklinik Bad Reichenhall
Medizinische Rehabilitation
Aufnahmegrund: Wiederherstellung oder Erhalt von Fähigkeitsstörungen
Kostenträger: Rentenversicherungsträger für Berufstätige
Krankenkassen für Berufstätige und Rentner
Gesetzliche Grundlagen § 9, SGB VI, für Rentenversicherungsträger oder § 40, SGB V, für Krankenkassen oder § 23, SGB V, (Vorsorge für Beihilfeempfänger)Krankenhausbehandlung
Aufnahmegrund: Erkrankung mit der Notwendigkeit einer fachklinischen Spezialbehandlung entsprechend einer Krankenhaus-behandlung mit spezieller Einweisungsindikation.
Kostenträger: Krankenkassen
Gesetzliche Grundlage: § 39, SGB 5 und BeihilfevorschriftenVorgehensweise bei Antragstellung:
Der Antrag muß die korrekte Adresse der Fachklinik Bad Reichenhall tragen und sollte einen besonderen Hinweis auf die Dringlichkeit einer fachklinischen Behandlung an einer Schwerpunktklinik für Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergien und für Orthopädie enthalten. Wichtig erscheint der Hinweis auf das reizarme Alpenklima.
Antrag auf eine medizinische Rehabilitation
a) Der Weg über den niedergelassenen Arzt:
Anregung des Haus- oder Facharztes
bei drohender Krankheit (= Prävention)
oder chronischer Krankheit (= Rehabilitation)
|
Antrag des Patienten + Attest des Arztes an:
Berufstätige _ Rentenversicherer (z. B. LVA oder BfA)
Nicht Lohnerwerbstätige (z. B. Rentner und Hausfrauen) _ Krankenversicherung
(z. B. AOK oder Ersatzkassen)
|
Stationäre Rehabilitation

b) Der Weg über die Anschlußrehabilitation (AHB):
Anregung des Krankenhausarztes bei Akutbehandlung
|
Antrag auf Anschlußrehabilitation
Antrag durch den Patienten (meist über den Krankenhausarzt _ „ansprechen“).
Ausfüllen eines speziellen Formulares durch den behandelnden Krankenhausarzt
|
Weitere Bearbeitung durch den Sozialdienst der Klinik:
Kostenzusage der Rentenversicherung oder der Krankenkasse
Auswahl der Reha-Klinik (mit AHB-Zulassung)Beachten Sie die Unterschiede zur normalen stationären Reha:
- Regelzeit = weiterhin 4 Wochen
- Oft keine Zuzahlung erforderlich (Zuzahlung max. 9,00 EURO für max. 14
Tage, haben Sie bereits 14 Tage im Kalenderjahr Zuzahlung geleistet (z.B. bei der Behandlung im Akutkrankenhaus) _ keine Zuzahlung)
- In der Regel keine Restriktion bei der Bewilligung

c) Die Wiederholungsbehandlung
Anregung des behandelnden Haus- oder Facharztes nach erfolgter klinischer Reha
|
Antrag durch Patient + Attest durch Arzt (Weiteres Vorgehen wie a)Wiederholungsbehandlung:
In der Regel alle 4 Jahre
Ausnahmen jedoch bei Begründung möglich (z. B. drohende Erwerbsunfähigkeit, Schwere der Erkrankung, Bronchiektasen).

Antrag für eine Krankenhausbehandlung
Die Zuweisung erfolgt durch den behandelnden Arzt in Praxis oder Klinik. Neben einer Krankenhauseinweisung wird eine dezidierte Begründung benötigt, warum eine stationäre fachklinische Behandlung im Sinne einer Krankenhausbehandlung notwendig ist. Dies ist in der Regel die Schwere des Erkrankungsbildes hinsichtlich der diagnostischen und therapeutischen Anforderungen, die nur von einer spezialisierten Fachklinik erfüllt werden können.
Es erscheint der Hinweis wichtig, dass der Tagespflegesatz in der Regel nur ca. 1/3 dessen beträgt, was in einem Versorgungskrankenhaus durch den Kostenträger zu erstatten wäre. Anträge von Privatversicherten/Beihilfeberechtigten
Die Zuweisung erfolgt durch den behandelnden Arzt aus Praxis oder Ambulanz mit einer dezidierten Begründung eines Krankenhausaufenthaltes und einer krankenhausvergleichbaren Behandlung. Eine Krankenhausleistung wird von privaten Kostenträgern in der Regel nur dann anerkannt, wenn diese vor Beginn der Behandlung zugesagt wurde.
Beihilfeberechtigte sind gemäß Artikel 13 der Bundesbeihilfeverordnung in der Fachklinik Bad Reichenhall behandlungsfähig. Auch hierzu ist eine Bescheinigung des behandelnden Arztes notwendig und die Beihilfefähigkeit muss vor Eintritt in die Klinik mit dieser abgeklärt werden.Formulierungsvorschlag für ärztliche Zuweisung:
Das ärztliche Attest sollte folgende Fixpunkte enthalten:
1. Aktuelle Behandlungsdiagnosen
2. Begründung, warum ambulante Therapie nicht ausreichend
3. Begründung, warum Behandlung im Versorgungskrankenhaus nicht
ausreichend
4. Begründung, warum Behandlung in Fachklinik notwendig
5. Bezeichnung der Fachklinik, wohin der Patient eingewiesen werden soll.
6. Zeitraum der avisierten stationären BehandlungSpezielle Einweisungsgründe für die Klinik Bad Reichenhall
Hervorzuhebende Zuweisungsgründe aus medizinischer Sicht können die Folgenden sein:
Chronische Krankheitsverläufe von Entzündungen der oberen und unteren
Atemwege mit progredientem Verlauf unter reizklimatischen Bedingungen, die in Bad Reichenhall aufgrund der reizarmen Klimabedingungen Besserungen zeigen können.
- Wenn die bisherigen therapeutischen Bemühungen zu einer Therapieeskalation geführt haben ohne dass es zu einer Stabilisierung der Erkrankung gekommen ist,
Chronische Verlaufsformen mit Mukostase und schwerer Atemwegsschleimhautentzündung die Prognose verschlechtern und die Möglichkeit insbesondere der Inhalation von Bad Reichenhaller Sole indiziert ist.
Wenn schwere Begleiterkrankungen aus den internistischen Formenkreis die Therapie in einem Umfang komplizieren, dass nur im Rahmen einer angemessenen Zeitdauer einer fachklinischen Behandlung Besserung zu erzielen ist.
Wenn häufige Exacerbationen im häuslichen Milieu die Prognose drastisch verschlechtern.
- Schlafbezogene Atemstörungen mit Diagnostik und Therapie im Schlaflabor
Einweisungsindikationen nach ICD
Erkrankungen der Atemwege und der Lungen für Erwachsene
Indikationen ICD-10
Allergisches Asthma bronchiale J 45.0
Intrinsic Asthma J 45.1
Chronisch obstruktive Bronchitis J 44.8
Lungenemphysem jeder Genese J 43.9
Bronchialdeformierende Prozesse, Bronchiektasen J 47
Kartagener Syndrom Q 89.3
Lungenfibrosen J 84.1
Lungenkrankheiten durch organische Stäube J 67.8
Allergische bronchopulmonale Aspergillose B 44.1
Exogen allergische Alveolitis J 67
Systemerkrankungen mit Lungenbeteiligung J 99.1
Chronische Bronchitis (Luftröhre, Bronchien, Lunge) D 38.1Malignome der Pleura D 38.2
Cystenlungen Q 33.0
Wabenlungen Q 33.0
Mukoviszidose W 84.-
Schlaf-Apnoe-Syndrom (Overlap-Syndrom) G 47.3
Abklärung unklarer Husten- und Atemnotsymptomatik,
u. a. Refluxkrankheit
Stimmbanddysfunktion
mit in- und outdoor-Belastungen verbundene Erkrankungen
(z. B. Multiple Chemical Sensitivity, Sick-Building-Syndrom)
Tracheobronchiale Dyskinesie
Abklärung von Berufskrankheiten auf dem allergologischen
und pneumologischen Fachgebiet.Allergische und pseudoallergische Erkrankungen ICD 10
Allergische Manifestationen
im Mundbereich
in der Speiseröhre
im Magen-Darm-Kanal
Nahrungsmittelallergien
Intoleranz auf Additiva und Medikamente (Pseudoallergien)
insbesondere Analgetika-Asthma-Syndrom J 45.1Erkrankungen im Hals-, Nase-, Ohrenbereich:
Saisonale und perenniale allergische Rhinitis J 30.3
Rhinitis durch Pollen J 30.1
Rhinitis durch andere Allergene J 30.4
Nicht allergische eosinophile Rhinitis (NARES) J 30.0
Vasomotorische Rhinitis J 30.0
Aspirin-sensitive Rhinitis J 30.4
Otitis media H 66.9
Nasale Mastozytose
Rhinitis medicamentosa
Rhinitis durch Rauchen, Industrie- und Umweltschadstoffe J 30.4
Atrophische Rhinitis
Polyposis nasi J 33
Primäre und erworbene Zilienanomalien
Polypöse und cystische Sinusitis J 32.0
Chronisch eitrige Sinusitis J 32.0
Hyposmie und Anosmie R 43.8
Stimm- und Sprachstörungen R 49/R 47
Tinnitus aurium H 93
Morbus Ménière mit rezidivierender Anfallssymptomatik H 81.0
Neuralgien im Gesichts- und Halsbereich M 39.2
Rehabilitation nach Operation, cyctostatischer Chemotherapie und
Radiatio von malignen Tumoren im HNO-Bereich G 50Erkrankungen des Bewegungssystems ICD 10
Polyarthrose M 15
Koxarthrose M 16
Gonarthrose M 17
Rhizarthrose M 18
Sonstige Arthrosen M 19
Erworbene Deformitäten der Finger und Zehen M 20
Sonstige erworbene Deformitäten der Extremitäten M 21
Krankheiten der Patella M 22
Binnenschädigung des Kniegelenks M 23
Sonstige näher bezeichnete Gelenkschädigungen M 24
Sonstige Gelenkkrankheiten, a. n. k. M 25
Kyphose und Lordose M 40
Skoliose M 41
Osteochondrose der Wirbelsäule M 42
Sonstige Deformitäten der Wirbelsäule und des Rückens M 43
Spondylitis ankylosans M 45
Sonstige entzündliche Spondylopathien M 46
Spondylose M 47
Sonstige Spondylopathien M 48
Spinalstenose M 48.0
Spondylitis hyperostotica M 48.1
Baastrup-Syndrom M 48.2
Traumatische Spondylopathie M 48.3
Spondylopathie bei andernorts klass. Krankheiten M 49
Zervikale Bandscheibenschäden M 50
Sonstige Bandscheibenschäden M 51
Zervicozephales Syndrom M 53.0
Zervicobrachial-Syndrom M 53.1
Instabilität der Wirbelsäule M 53.2
Krankheiten der Sakrokokzgealregion M 53.3
Rückenschmerzen M 54
Synovitis und Tendosynovitis M 65
Schulterläsionen M 75
Adhäsive Entzündung der Schultergelenkapsel M 75.0
Läsionen der Rotatorenmanschette M 75.1
Tendinitis des Muskulus biceps brachii M 75.2
Tendinitis calcarea im Schulterbereich M 75.3
Impingementsysndrom der Schulter M 75.4
Bursitis im Schulterbereich M 75.5
Enthesopathien der unteren Extremität M 76
Epicondylitis ulnaris humeri M 77.0
Epicondylitis radialis humeri M 77.1
Periarthritis im Bereich des Handgelenks M 77.2
Kalkaneussporn M 77.3
Metatarsalgie M 77.4
Fibromyalgie M 79
Osteoporose ohne pathologische Fraktur M 80
Osteomalazie im Erwachsenenalter M 83
Sonstige Knochenveränderungen der Knochendichte und –struktur M 85
Postlaminektomie-Syndrom M 96
Seropositive chronische Polyarthritis M 05
Sonstige chronische Polyarthritis M 06
Arthritis psoriatica M 07
Gicht M 10

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Autor(en) der Seite: Dr. M. Prittwitz. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 09.05.2009 14:16