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Curamont-Verlag Bad Reichenhall

Asthma, Bronchitis, Emphysem und COPD -
Geben Sie der Krankheit keine Chance!

von Michael Prittwitz, Albert Hirschbichler und Jutta Lauber*

Einige Hintergrundinformationen zu diesem Buch

Dieses Buch ist aus jahrelanger Arbeit mit Patienten der pneumologischen Rehabilitatonsklinik Bad Reichenhall heraus entstanden. Alle drei Autoren haben profunde Erfahrungen in der Schulung und im Training von Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen.
Anfang der 1980-er Jahre entstanden die ersten Patientenschulungsmodelle, darunter als eines der ersten das "Bad Reichenhaller Modell".
Von unseren Patienten wurden wir immer wieder gefragt, ob es nicht die Inhalte dieser Kurse "zum Mitnehmen" gäbe. Über zahlreiche Arbeitsunterlagen und Skripte, teilweise in einfachster Art handgeschrieben und kopiert, entstanden so die ersten Patientenmaterialien.

Die Notwendigkeit solcher Schulungsmaßnahmen ergab sich aus der Erkenntnis, dass immer bessere Therapiemaßnahmen nicht zu einer deutlichen Verbesserung der Krankheitsverläufe führten. Heute würden wir sagen, das Krankheitsmanagement konnte nicht mit der Entwicklung immer neuer und wirksamerer Therapieprinzipien mithalten.

Die Betroffenen selbst, also die chronisch Kranken, wussten oft nicht, auf welche Dinge es wirklich ankam. Die behandelnden Ärzte, selbst durch moderne Therapieprinzipien teilweise in alten Traditionen erschüttert, hatten oft weder Zeit noch wirkliches Interesse, als "Lehrer" ihren Patienten gegenüber aufzutreten. Der chronische Kranke musste lernen, selbständig und eigenverantwortlich mit den modernenen Therapieregimes umzugehen, gelegentlich eine Eigenbehandlung zumindest einleiten, sich selbst kontrollieren und aus diesen Beobachtungen sinnvolle Konsequenzen ziehen.
Hiermit waren viele verständlicherweise überfordert. Die modernen Medikamente und physiotherapeutischen Behandlungsmethoden wurden inkonsequent und unregelmäßig eingesetzt, nach Gefühl begonnen oder abgebrochen, und gerade oft dann, wenn es "darauf ankam" - z.B. bei beginnenden Exacerbationen - wurde exakt das getan oder unterlassen, was in diesem kritischen Moment notwendig gewesen wäre oder vielleicht gerade nicht getan werden sollte ...

Durch stetige Arbeit (Patientenschulungen, später eher Trainingsmaßnahmen, Weiterbildung von interessierten Ärzten, andere Öffentlichkeitsarbeit , Publikationen usw.) kam es zu einer Verbesserung der Situation. Heute sind viele Atemwegskranke - auch wenn man von einem idealen Zustand sicherlich noch weit entfernt ist - in ihren Krankheitsverläufen doch recht stabil geworden, haben ihre Lebensqualität verbessert, können arbeiten, Sport treiben, kurz ein weitgehend "normales" Leben führen. Neben der stetigen Verbesserung medikamentöser Behandlungsregimes, neben der Qualifizierung der alten Kur zur modernen Reha - wobei man die Positiva der "Kur" nicht unterschätzen und ganz über Bord werfen sollte! - hat sicher auch und gerade das Patiententraining, das ja auch im Rahmen der Reha-Kliniken entstanden ist, dazu beigetragen.

Auf diesem Boden ist das vorliegende Buch entstanden, es spiegelt diese Entwicklung wider und bringt quasi als Vermächtnis der frühen Patientenschuler die Erfahrungen dieser Bemühungen zu Papier. Der Betroffene kann daraus einen Schatz an Erfahrungen, KnowHow und Wissen schöpfen, wenn er sorgfältig in den Seiten blättert und liest. Das Buch ist absichtlich so konzipiert worden, dass es beides - das Blättern und das Lesen - zulässt. Es bemüht sich so zu schreiben und zu sprechen, dass auch der medizinische Laie, egal welche Vorbildung er mitbringt, den Gedankengängen folgen und daraus Erkenntnisse und praktische Folgerungen ziehen kann. Soweit möglich, wird nicht in wissenschaftlichen Kategorien aufgelistet und dargestellt, sondern erzählt, bildlich vorgeführt, es werden Zusammenhänge möglichst plastisch skizziert und Szenarien entworfen. Absichtlich wird mit Bildmaterial sparsam umgegangen und versucht, die Komplexe in Worten nachzuzeichnen. Der Leser soll mitdenken, sich vorstellen, sich in Situationen - die er ja oft nur zu gut kennt! - hineinversetzen.

Er soll darüber hinaus für kritische Situationen einfache, klare - aber nicht primitive - Handlungsvorschläge erhalten, notfalls auch zum checklistenartigen Abfragen. Im Vordergrund aber steht das Mitdenken, sich überlegen, nachdenken "was wäre, wenn ... ?" Und der Apell, aus dem Gelesenen und Erkannten Konsequenzen zu ziehen, den "inneren Schweinhund" zu besiegen, aktiv die Lebensgestaltung unter der Prämisse einer chronischen und damit unheilbaren Erkrankung in die Hand zu nehmen.

Ein weiteres Ziel hatte dieses Buch. Es sollte - ohne damit den Verdienst von pharmazeutischen Unternehmen schmälern zu wollen, die oft genug in ihrer Mäzen-Funktion über ihren unternehmerischen Schatten springen - ohne die finanzgewaltige Hilfe solcher Sponsoren, wie man die Mäzene des 20. und 21. Jahrhunderts gerne nennt, auskommen. Deswegen wurde alles in Eigenarbeit und Eigenleistung erbracht: Schreiben, zeichnen, redigieren, lektorieren, setzen und layouten. Nur das Drucken wurde einem handwerklichen Unternehmen überlassen. Wenn auch beim Schreiben und der handwerklichen Herstellung noch der Arzt und seine Helfer ganz gut zurecht kam, so wird nun das Werben und Verkaufen doch sehr schwierig für den Medikus. Deswegen sind wir auf Hilfe durch Kollegen und Patienten, Selbsthilfegruppen und andere wohlwollende Menschen angewiesen, um das Büchlein auch "unters Volk zu bringen".
Das Traktat ist sicher weitgehend professionell gelungen, der Verkaufserfolg dagegen bisher eher dilettantisch. Aber nach dem Motto: "Luft ist Leben" - und "Leben ist Lernen" wird das vielleicht noch besser ;-) Als "Väter und Mütter", als Taufpaten und Ammen wünschen wir das unserem kleinen Werk, das es sicher verdient hätte.

Dr. Michael Prittwitz im März 2012
für alle aktiv und unterstützend Beteiligten, denen an dieser Stelle ein herzlicher Dank gesagt werden soll.

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