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FAQ: Wetterfühligkeit
1)
Ich habe Lungenemphysem und bin extrem wetterfühlig
- ist das normal und was kann ich tun ?
Was hier beschrieben wird, können wir bei unseren
oft Patienten beobachten:
Bei verstärkten Umwelteinfluessen, wie sie z.B. bei
Wetterumschwuengen/Gewittern/besonders heissen Wetterlagen
bestehen, kommt es vermehrt zu Problemen von Patienten
mit Lungenemphysem.
Wodurch werden diese Probleme also verursacht ?
Um nicht zu weit auszuholen nur ein kurzer Exkurs: Beim
symptomatisch gewordenen Lungenemphysem, d.h. wenn Sie
also Krankheitssymptome aufweisen, bestehen teilweise
schon in Ruhe Einschränkungen der körperlichen
Leistungsreserven. Dies bedeutet, dass der Körper
(Lunge/Herz/Kreislauf) dauerhaft etwas mehr gefordert
ist, um körperliche Betätigungen durchzuführen.
Kommt es aus dieser Situation zu einer vermehrten Belastung
auf das kardiorespiratorische System (Herz-Lunge), wie
Sie das bei Gewittern beschrieben haben, so wird der Koerper
noch zusaetzlich gefordert und kann je nach Schwere der
Erkrankung also auch Kreislaufprobleme (erhöhte Herzfrequenz
bei niedrigem Blutdruck) verursachen.
Primär ist diese Symptomatik nicht einzig für
das Lungenemphysem typisch, sondern kann auch durch andere
Grunderkrankungen ausgeloest werden (z.B.Migraene). Falls
sich bei Ihnen durch die angewendeten allgemein physikalischen
Massnahmen (Lippenbremse, Zwerchfellatmung, Ruhephasen
und viel Flüssigkeitsaufnahme) die Symptome nicht
ausreichend therapieren lassen, so wäre ein enger
Kontakt mit dem Hausarzt zwecks Kreislauf-unterstützenden
Medikamenten evtl. sinnvoll.
Zusaetzlich besteht die Möglichkeit im symptomfreien
Intervall allgemeine Massnahmen zur Verbesserung der körperlichen
Leistungsfähigkeit (regelmässiges Radfahren,
Spazieren, Schwimmen) und Stabilisierung des Kreislaufs
(z.B. Kneipp-Güsse/Anwendungen) durchzuführen.
In jedem Falle sollten Sie bei nicht ausreichender Wirksamkeit
der Massnahmen mit Ihrem behandelndem Arzt Kontakt aufnehmen
und über mögliche symptomatische Therapiemassnahmen
sprechen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei
Ihrem Problem um eine sicher nicht nur emphysemtypische
Erscheinung handelt und sich zwar viele Ansätze für
eine Therapie bieten, diese jedoch nicht 100% Erfolg verprechen
kann.
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