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Die Bronchoskopie - oder die Spiegelung der Atemwege,
eine "überhaupt nicht geliebte" Untersuchungsmethode
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wir unsere Patienten fragen würden, welche aller Untersuchungen
sie am meisten fürchten, dann wäre das unzweifelhaft die
Bronchoskopie, also die Spiegelung der Atemwege.
Das ist sicherlich auch verständlich: Ein unbekannter Gegenstand,
in unseren Körper eingeführt, wir selbst liegen mehr oder
weniger hilflos da, wir wissen nicht, ob es weh tut oder sonstwie
unangenehm ist, wir wissen nicht, ob ein für uns schlimmes
Ergebnis dabei herauskommt - da kann schon ein ungutes Gefühl
aufkommen!
Andererseits - wer diese Untersuchung schon bei sich hat durchführen
lassen, weiß, dass es letztlich gar nicht so schlimm ist (auch
der Autor dieser Zeilen hat sich dieser Prozedur unterworfen, er
weiß also, wovon er spricht!). |
Man
muss natürlich auch bedenken, warum so eine Untersuchung
durchgeführt wird: Aus "Spass an der Freude" tut man
es ja nun nicht gerade!
Allgemein gesagt, macht man diese Untersuchung
dann, wenn man mit den anderen vorher beschriebenen Untersuchungsmethoden
nicht recht weiterkommt - oder wenn der Verdacht
auf eine schlimmere Krankheit, also z.B. eine Krebserkrankung besteht.
Es ist also nicht gerade eine Alltags- und Routinetechnik. Wenn
es um eine ernstere Frage geht, ist es allerdings auch eine der
besten und wichtigsten Untersuchungen, die wir haben. Deshalb empfehlen
wir Ihnen bei aller verständlichen Skepsis, Ihre Zustimmung
zur Untersuchung zu geben, wenn Ihnen Ihr Arzt das vorschlägt.
Es kann viel daran hängen, und eine Ablehnung könnten
Sie unter Umständen später bitter bereuen. |
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| Es geht aber glücklicherweise
nicht immer nur um ganz schlimme Dinge. Oft ist es einfach eine
wertvolle Hilfe für eine bessere Behandlung Ihrer Erkrankung,
wenn man die genauen Verhältnisse in den Atemwegen kennt. Sie
selbst können unter Umständen (sprechen sie vorher mit
dem Arzt darüber) einen Blick in Ihre Bronchien werfen, sehen,
was passiert wenn Sie schnell ausatmen oder husten, erkennen wie
sich die Situation (nämlich der Kollaps der Atemwege und das
Mobilisieren, also Bewegen, des oft zähen Schleimes) bessert,
wenn Sie beispielsweise die Lippenbremse einsetzen. |
Wie
läuft die Untersuchung ab?
Am Untersuchungstag sollen Sie nüchtern bleiben, wichtige Medikamente
sollten allerdings mit wenig Flüssigkeit eingenommen werden.
Direkt vor der Untersuchung wird die Schleimhaut von Nase, Rachen
und Kehlkopf durch die Inhalation bzw. das Einsprühen eines Lokalbetäubungsmittels
unempfindlicher gemacht.
Der Arzt schiebt dann das höchstens bleistiftdicke, biegsame
Gerät durch Nase oder Mund in Ihren Kehlkopf, durch die Luftröhre
und in die großen und mittleren Bronchien. Das hört sich
alles schlimmer an als es ist! |
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| Nun
kann der Untersucher in Ruhe die Atemwege, die Schleimhäute und
die Schleimbild beurteilen, er kann Sekret absaugen und zur Untersuchung
schicken, kann sich ein Bild über den ordnungsgemäßen
Verlauf der Bronchialaufteilungen machen, sehen ob die Atemwege (wie
dies beim Emphysem typisch ist) bei der Ausatmung kollabieren, also
zusammenklappen. Im Zweifelsfall kann er eine kleine Gewebeprobe entnehmen
(keine Angst, das tut nicht weh!), die man dann in einem Speziallabor
untersuchen lässt. |
Die
ganz Untersuchung dauert ungefähr 15-20 Minuten. EKG und Sauerstoffgehalt
des Blutes werden ständig überwacht, aus Sicherheitsgründen
legt man vor der Untersuchung auch eine Nadel, die man danach (fast
immer unbenutzt) wieder herausziehen kann. Sauerstoff und Notfallmedikamente
sind immer greifbar, auch wenn man so etwas nur in den allerseltensten
Fällen braucht. Am häufigsten gibt es - vor allem bei Atemwegskranken
- kleinere Probleme mit Hustenreiz, ansonsten sind bei einem geübten
Untersucher eigentlich keine größeren Komplikationen zu
befürchten. |
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Das
war's dann auch meistens schon. Das Bronchoskop wird vorsichtig
wieder aus den Atemwegen gezogen, man wirft nochmal einen Blick
auf die Verhältnisse im Kehlkopf, den man ja sonst wegen seiner
Lage nicht direkt zu sehen bekommt. Nach der Untersuchung sollte
man eine Stunde nichts essen und trinken. Der Arzt wird normalerweise
den Befund gleich mit dem Patienten besprechen. Bei sehr aufgeregten
Patienten kann man eine kleine Beruhigungsspritze vor der Untersuchung
geben.
Wenn man bedenkt, dass diese Untersuchung schon viele Leben gerettet
hat, dann sind die Belästigungen, die dadurch entstehen gering
im Vergleich zum Nutzen.
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