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Leben mit einer chronischen Krankheit -
leicht gesagt und schwer getan...
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allen vorhergehenden Abschnitten haben wir uns mit einzenen
Punkten und Aspekten der Krankheit Emphysem beschäftigt.
Hier wollen wir nun versuchen, diese Dinge ein wenig zusammenzufassen
und uns zu überlegen, was kann man alles tun um mit
dieser Erkrankung zu leben und nicht dagegen. Sie ist
nun einmal chronisch, d.h. nicht im eigentlichen Sinne
heilbar, also, sollte man versuchen das Beste aus der
Situation zu machen und sich "nicht klein" kriegen
zu lassen ;-) |
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Wichtigste
Voraussetzung ist es, sich einzugestehen, dass man
nicht gesund ist. Die Erfahrung zeigt, dass viele
chronisch Kranke ein Leben lang nach dem Arzt,
nach der Therapie suchen, der oder die sie
heilt. Diese Leute kommen nie an den Punkt,
wirklich etwas für ihre Gesundheit zu tun. Jede
kleine Bessserung wird als "vielleicht jetzt
doch endlich geheilt" gewertet, jeder Rückschlag
ist dann umso deprimierender.
Besser
ist zu sagen: Ich habe diese Krankheit, ich weiss
auch noch nicht wie es mir damit langfristig ergehen
wird, aber ich tue alles, um möglichst gesund
zu sein, der Krankheit zu widerstehen. Wie und wo
kann ich anfangen?
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Der
Anfang liegt sicher darin, alles zu vermeiden, was
den Krankheitsverlauf verschlechtern kann (s. Ursachen
des Emphysems): Rauchen, Infekte, Stress.... (die
kranken Vorfahren lassen sich allerdings nicht mehr
rückgängig machen ;-)
Dann sollte man sich
einen guten Arzt suchen, der auch langfristig ein
Partner sein kann.
Was heisst das? Ob er fachlich der beste Arzt in Europa
ist, wird sich wohl kaum feststellen lassen. Wenn
er menschlich ist,
zuhören kann, wenn man sich bei ihm (oder ihr)
gut aufgehoben fühlt, wenn man einen "Draht"
hat, er seine Patienten ernst nimmt, auch mal lachen
kann, dann sind das schon ein paar gute Voraussetzungen.
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Wenn
er dann eine gute Medizin macht, sorgfältig ist,
Bescheid weiss, aber auch mal zugeben kann, etwas
nicht zu wissen, ist es noch besser.
Für einen chronisch Atemwegskranken ist es wichtig
einen Hausarzt zu haben, der diese Kriterien erfüllt
- dazu am besten auch noch einen Lungenarzt, der zumindest
einige dieser Eigenschaften haben sollte. Hier
kann (und muss) man auch davon ausgehen, dass profunde
Fachkenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind. Wenn
das alles gegeben ist, darf man sich eigentlich ärztlich
gut versorgt fühlen - und das ist einer der ganz
wichtigen Faktoren des "Mit-der-Krankheit-Lebens".
Dieser Punkt führt
zur nächsten, essentiell wichtigen Voraussetzung
eines stabilen Krankheitsverlaufes:
Einer optimalen Behandlung
des Emphysems.
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Grundlage
einer solchen Therapie ist die Erkenntnis, dass chronische
Krankheiten einer "chronischen" Behandlung bedürfen:
Das heisst: Regelmäßige, meist lebenslange
Basisbehandlung mit möglichst schonenden Medikamenten
und nichtmedikamentöser Therapie (insbesondere Atemtherapie),
zusätzliche Behandlung im Rahmen von Exacerbationen
bei Bedarf.
Diese Therapie muss sorgfältig durchgeführt
werden, Veränderungen im Beschwerdebild müssen
beobachtet werden, es ist wichtig darauf nicht übersensibel
aber doch aufmerksam zu reagieren. Hierbei ist Ihnen Ihr
Arzt, den Sie regelmäßig konsultieren
sollten, behilflich. |
Eine
weitere große Hilfe bei diesem sogenannten
Krankheitsmanagement
ist das Durchführen von stationären, medizinischen
Rehamaßnahmen.
Hier wird in hochspezialisierten Kliniken alles an Diagnostik
und Therapie getan, was für eine Verbesserung des
Krankheitsverlaufes erforderlich ist. Dies hat mit dem
älteren Begriff der Kur nur noch teilweise etwas
zu tun, obwohl Ausgleich und Entspannung, die ja für
den Krankheitsverlauf auch wichtig sind, nicht zu kurz
kommen sollen. Schwerpunkt ist jedoch heute der medizinische
Aspekt.
Eine ausführliche und moderne Diagnostik, eine Optimierung
der medikamentösen Einstellung (falls nicht bereits
erfolgt), eine intensive nichtmedikamentöse Behandlung
mit Physiotherapie (z.B.Atemgymnastik) und balneologischen
Maßnahmen (das entspricht am ehesten den Inhalten
der traditionellen Kur) sowie Patientenschulungs- und
trainingsmaßnahmen sind die Schwerpunkte einer solchen
- intensiven - Rehabehandlung. |
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Über
diese medizinischen Maßnahmen hinaus sind allgemeine
Veränderungen, die den Lebensstil betreffen, ebenfalls
wichtig und mitbestimmend für den Krankheitsverlauf.
Einiges davon wurde im Abschnitt psychische
Einflüsse schon diskutiert.
Wir denken hier aber auch an Fragen der Lebensführung
wie Ernährung, Schlaf, sportliche Betätigung,
Urlaubsplanung, Hobbys, Zufriedenheit im Beruf, in der
Wohnsituation und Ähnliches.
Diese Dinge zeigen individuell sehr unterschiedliche Schwerpunkte,
so dass man schlecht allgemeinen Ratschläge geben
kann. |
Wenn
man aber das Leben eines Menschen - und damit auch seine
chronische Krankheit, die ja (leider) ein Teil davon ist
- ganzheitlich betrachtet, spielen diese Faktoren offensichtlich
doch eine nicht unerhebliche Rolle.
Wir wollen deshalb hier einfach anregen, sich über
diese Sachen einmal Gedanken zu machen und seine eigene
Situation daraufhin zu überprüfen, ob man da
nicht etwas verbessern könnte.
Tun Sie das mal in einer ruhigen Stunde, vielleicht im
Gespräch mit Ihrem Lebenspartner, einem Freund oder
einer Freundin, oder eher in der Ensamkeit, auf einem
Spaziergang - es gibt immer wieder eine Möglichkeit..... |
Wenn Sie sich nun im
Gegensatz dazu noch einmal kurz vergegenwärtigen
wollen, was alles einen eher ungünstigen
Einfluss auf Ihre Krankheit hat, klicken Sie hier!
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