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Röntgenuntersuchungen
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Die
bekannteste technische Untersuchung der Atmungsorgane ist das Röntgenbild.
Über hundert Jahre alt ist diese Technik - und sie hat schon
viel Leben gerettet. Aber ein wenig ist sie auch in Verruf geraten
wegen der damit verbundenen Strahlenbelastung des Körpers.
Bei dieser Technik wird der Körper
bekanntlich von Röntgenstrahlen durchdrungen, auf der anderen
Seite kann so ein Schattenbild auf einem fotografischen Film aufgefangen
werden.
Durch Verbesserung der Technik ist die Strahlenbelastung bei einer
normalen Röntgenaufnahme sehr gering geworden. Die Aufnahme
ist aber nicht ganz einfach zu deuten, so dass nur sehr Erfahrene
damit gute Ergebnisse erzielen. |
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| Hier sehen
Sie das Röntgenbild einer ganz normalen Lunge:
Die weiße Figur in der Mitte
ist der Herzschatten. Nach beiden Seiten sieht man die Rippen von
der Wirbelsäule abgehen und im Bogen nach unten und vorne verlaufen.
Nach unten begrenzen die Zwerchfelle den Brustraum (man vergesse
nicht, dass im Röntgenbild die Seiten vertauscht sind!). Im
mittleren Teil beidseits des Herzens die Lungenwurzeln: Die großen
Blutgefäße (Lungenarterien und ~venen). Die Lungen selbst
dunkel, verhältnismäßig gleichmäßig (homogen)
- erst wenn ein krankhafter Befund vorliegt, finden sich hier Verschattungen.
Die Atemwege heben sich nicht ab, da sie wie die Lungen ja luftgefüllt
sind. |
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Und hier
das typische Röntgenbild einer (ausgeprägten) Emphysemlunge:
In der Mitte wieder der Herzschatten,
durch die Überfülle an Luft etwas zusammengepresst. Blutadern
und Lungenfeinstrukturen sind kaum noch erkennbar, die Rippenschatten
stehen fast horizontal mit großen Zwischenräumen, alles
Hinweise für die starke Überblähung: Die Lunge ist
wie aufgeblasen!
Auch die sehr flachen Zwerchfelle auf beiden Seiten sprechen dafür.
Die Form des Brustkorbes ist fast kugelig verändert. |
Übrigens
ist auch die heute so wichtige Computertomographie (CT) eine
Untersuchung mit Röntgenstrahlen. Der Unterschied zum sog. konventionellen
Röntgen besteht darin, dass die Röntgenstrahlen, die den
Körper durchdrungen haben, nicht auf einen Film auftreffen, auf
dem das Schattenbild als Negativ dargestellt wird, sondern auf einen
elektronischen Chip, der die Informationen an den Computer weitergibt.
Hier wird das ganze dann verrechnet und ausgewertet und am Bildschirm
angezeigt.
Durch diese Technik lassen sich bei (relativ!) geringer Strahlendosis
sehr genaue Informationen über Strukturen und Veränderungen
im Körper gewinnen.
Die Computertomographie hat eine regelrechte Revolution in der Medizin
ausgelöst. So sind z.B. Tumoren schon ab etwa 2 mm Größe
zu sehen - das ist im "normalen" Röntgen meist nicht
möglich.
Am Computerbildschirm erscheinen zahlreiche Schichten, die Querschnitten
durch den Körper entsprechen ("Salamitaktik …").
Darauf kann der erfahrene Arzt viele wichtige Dinge erkennen. |
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So
sieht eine dieser Schichten aus. Sie blicken von unten in Richtung
Kopf. Links befindet sich dadurch die rechte Lunge und umgekehrt.
In der Mitte sehen Sie unten die Wirbelsäule und im oberen
Bildteil den fast kreisrunden Herzschatten. Links und rechts unterhalb
davon erkennen Sie den linken und rechten Hauptbronchus (runde schwarze
Figur). Auch die zarte Trennlinie zwischen linker und rechter Lunge
ist gut zu erkennen.
Auf der linken Seite unten (d.h. in der rechten Lungen hinten gelegen)
findet sich eine große Emphysemblase. Das übrige Gewebe
scheint auf den ersten Blick einigermaßen unauffällig.
Bei genauerem Hinschauen erkennt man aber doch wolkige Unregelmäßigkeiten.
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Hier sehen
Sie fast das gleiche Bild in einer Spezialdarstellung: Alle Emphysem-Hohlräume
sind weiß gefärbt. Sie erkennen die große Blase
(Bulla) wieder, sehen aber auch, dass im vorderen rechten Lungenteil
aber auch links hinten und etwas weniger links vorne viele Emphysemveränderungen
zu finden sind.
Übrigens kommen hier auch Herz und Wirbelsäule etwas besser
zur Darstellung. Interessant ist, dass für dieses Bild keine
neue Aufnahme erfolgen muss, es wird alles nur vom Computer ausgerechnet!
Auch die Kernspintomographie
(NMR) ist eine Schichtuntersuchung, allerdings ohne Röntgenstrahlen.
Sie bringt aber eher im Knochen- und Nervenbereich Vorteile, deshalb
wird sie vor allem bei solchen Erkrankungen eingesetzt. |
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| Wenn
Sie Interesse haben, noch einige spezielle Röntgenbilder und
CT's mit Erklärungen zu betrachten, dann klicken Sie hier.
Ansonsten geht
es hier weiter zu den Lungenfunktionsuntersuchungen. |
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