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Bronchospasmolytika -
Bronchienerweiternde Medikamente
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Diese Art von
Medikamenten hat ihre Hauptbedeutung eigentlich beim Asthma bronchiale: Dort entstehen die Atembeschwerden
durch einen Bronchialmuskelkrampf. Die bronchospasmolytischen Stoffe
können diese Verkrampfung schnell wieder lösen und damit
Erleichterung schaffen. Beim Emphysem entstehen die Atembeschwerden
auf andere Weise (wie wir weiter oben gesehen haben!).
Die bronchienerweiternde Wirkung dieser Medikamente kommt
nur abgeschwächt zum Tragen. Trotzdem hat es sich als sinnvoll
erwiesen, sie beim Emphysem einzusetzen. Fast immer bringen sie zumindest
eine spürbare Erleichterung, man kann den oft sehr zähen Schleim
besser abhusten, auch quälender Hustenreiz lässt meist recht
schnell nach.
Angesichts der Schwierigkeiten, ein Emphysem überhaupt mit
Medikamenten zu behandeln, stellen die bronchialerweiternden Medikamente
sicher die beste Hilfe und den besten Kompromiss dar.
Auch die möglichen Nebenwirkungen sind nicht allzu schwer im
Griff zu behalten und - ganz wichtig! - langfristig wird damit nichts
kaputtgemacht.
Man unterscheidet in dieser Gruppe:
Betasympathikomimetika
Anticholinergika
Theophyllin |
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Betasympathikomimetika
(auch ß-Mimetika oder ß-Adrenergika)
Das sind Stoffe, die den
Sympathikusnerv stimulieren. Dieser Teil des
vegetativen Nervensystems hat die Eigenschaft, unsere Bronchien weiter zu
stellen (z.B. bei körperlichen Belastungen). Das nutzt man aus, um
krankhaft verengte Atemwege wieder zu erweitern. Am sinnvollsten wendet
man das Medikament in inhalativer Form an: Die Wirkung tritt dann schneller
ein, die Nebenwirkungen sind geringer, da es sich um eine lokale Behandlung
handelt (der Stoff gelangt nur in sehr geringen Maß in das Blut).
Da auch eine stimulierende Wirkung auf Muskulatur und Herz vorhanden ist, kann
Händezittern und/oder Herzklopfen auftreten - beides ist harmlos,
solange man es mit der inhalierten Menge nicht übertreibt (sprich:
Sich an die verordnete Dosis hält!).
Typische Vertreter dieser Gattung sehen Sie in einem Extrafenster:
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Anticholinergika
Diese Art von Medikament wirkt genau anders herum: Es wird der
Parasympathikus-
oder Vagus-Nerv "unterdrückt" (also der Gegenspieler des
Sympathikus) - und damit werden wiederum die Bronchien entspannt
und erweitert. Diese Art von Medikamenten hat besonders wenig Nebenwirkungen
und wird deshalb heute bei der Chronischen Bronchitis und beim Lungenemphysem
bevorzugt (beim richtigen Anfallsasthma sind sie dagegen meist zu
schwach wirksam).
Gerade im Jahr 2002 hat sich in diesem Bereich etwas Größeres
getan. Mit der Einführung des Präparates Spiriva®
ist nach längerer Zeit erstmal wieder ein Vertreter dieser
Medikamentengruppe neu zugelassen worden. Der oben erwähnten
Entwicklung hin zu den nebenwirkungsarmen Anticholinergika als primären
Medikamenten für die Behandlung der COPD und des Lungenemphysems
ist damit Rechnung getragen worden.
Es ist bei den guten Erfahrungen, die Patienten und Ärzte mit
diesem Medikament gemacht haben wohl zu erwarten, dass in den nächsten
Jahren nochmehr Vertreter dieses Medikamententyps zugelassen werden.
Alle typischen unangenehmen Begleiterscheinungen der Betasympathikomimetika
entfallen hier. Als einziges Problem kann es gelegentlich zu einem
trockenen Mund kommen - das ist im allgemeinen zwar nicht
bedrohlich, im Einzelfall - vor allem bei den oft älteren Patienten
- aber doch sehr belastend. Durch ausreichendes Trinken, evtl. auch
durch Anwendung eines künstlichen Speichels (z.B. Glandosane®)
kann man hier aber viel verbessern.
Typische Vertreter dieser Medikamentenart sehen Sie wieder im Extrafenster:
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Theophyllin
Theophyllin war einer der ersten (Natur-)Stoffe, deren bronchienerweiternde
Wirkung entdeckt wurde (vor über 100 Jahren!) - es ist nahe verwandt mit
dem Coffein und kommt im Schwarztee vor. Dieses Medikament gibt es bis heute nur
in Tabletten- und Spritzenform, leider nicht als Dosieraerosol.
Ähnlich wie beim Kaffee gibt es Menschen, die viel vertragen (und brauchen!)
und empfindlichere Zeitgenossen. Deshalb sollte man es nur unter ärztlicher
Aufsicht individuell anpassen. Die Nebenwirkungen entsprechen im wesentlichen
denen eines übermäßigen Kaffeegenusses! (Herzklopfen,
Schlafstörungen, Magenbeschwerden, innere Unruhe ...)
Weniger bekannt ist, dass es in zu hoher Dosis selbst Atemnot hervorrufen kann!
Besonders vorsichtig müssen Menschen sein, die zu epileptischen
Anfällen neigen!
Typische Vertreter dieser Gattung können Sie auch hier wieder
in einem Extrafenster nachschauen:
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