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Entzündungshemmende Medikamente -
das heißt vor allem: Cortison!
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Wenige
Medikamente sind so kontrovers diskutiert worden wie das Cortison! (Es ist
zwar nicht das einzige entzündungshemmende Medikament - aber mit Abstand
das wichtigste!)
Beim Emphysem spielt diese Substanz nicht die Rolle wie bei einigen anderen
Krankheiten (insbesondere beim Asthma bronchiale). Da sie aber trotzdem
immer wieder zum Einsatz kommt (und das auch sinnvoll ist!), sollen
einige Informationen zum Cortison hier nicht fehlen! |
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| Warum dieser
etwas zweifelhafte Ruf? Beim Cortison liegt die Einschätzung "Wunderdroge versus
Teufelszeug" noch näher als bei anderen Medikamenten. Das mag an der tiefen
Kluft zwischen nahezu unglaublichen Wirkungen und den (vor allem langfristig)
doch erheblichen Nebenwirkungen und Problemen liegen, die man gerade bei
dieser Art von Heilmitteln findet. |
| Vielleicht
zuerst einige Worte zu den positiven Wirkungen!
(Die gute Nachricht ....)
Wer schon Cortison-Präparate angewendet hat kennt es wahrscheinlich:
Bereits nach kurzer Zeit verschwinden auch ausgeprägte Beschwerden oft
auf eindrucksvolle Weise - nicht immer, aber immer wieder. Wie durch ein
Wunder lassen Atemnot oder Schmerzen bei leidgeplagten Menschen nach, die
Stimmung und das Lebensgefühl werden besser, Juckreiz oder andere Missempfindungen
lassen nach. Wer das schon erlebt hat, weiss, was gemeint ist ...
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Aber auch
die unerwünschten Wirkungen und Probleme sollen nicht verheimlicht werden!
Schnell bemerkt man auch die negativen Seiten: blaue Flecken an der Haut bei
kleinsten Berührungen, dicke Füße, ein rundes Gesicht, Schwitzen schon bei
kleineren Anstrengungen. Wer zuckerkrank ist, bekommt plötzlich Probleme mit
seinen Zuckerwerten, vielleicht kommt es plötzlich gehäuft zu Erkältungen.
Die größte Gefahr aber sind bei längerer Einnahme des Medikamentes,
vielleicht auch noch in höheren Dosen, eine erhöhte Knochenbrüchigkeit
(Osteoporose) sowie
eine Verschlechterung der körpereigenen Cortisonproduktion
(Nebennierenrindeninsuffizienz).
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| Wer das liest oder
sogar am eigenen Leib erlebt, wird schnell sagen: "Weg mit dem
Teufelszeug!" - sicherlich irgendwo auch verständlich. Trotzdem muss
man auch hier abwägen: Wie viele Menschen wären nicht mehr am Leben, wenn
es dieses Mittel nicht gäbe?! Wer vielleicht seit Jahren mehrmals
täglich dem Ersticken nahe war, wird die "Wunderwirkung" des
Medikamentes zu schätzen wissen. Auf der anderen Seite wäre es
verantwortungslos, wegen leichterer Atembeschwerden ein so starkes Medikament
zu verordnen oder einzunehmen.
Leider gehört das Emphysem nicht zu den Krankheiten, bei denen die
"Wunderwirkung" zum Tragen kommt! Warum dann also überhaupt diese
Ausführungen an dieser Stelle?
Es kommt immer wieder vor, dass auch beim Emphysem ein zeitweiser oder
sogar längerfristiger Einsatz erforderlich und sinnvoll ist. Das kann
allerdings nur der Arzt entscheiden, am besten der Lungenfacharzt, der die
spezielle Erfahrung und die notwendigen Untersuchungsmöglichkeiten
hat! |
Wenn dieser
Fall bei Ihnen auftritt, bedenken Sie bitte folgendes:
- Vertrauen Sie auf die Erfahrung
Ihres Arztes, aber lassen Sie sich ruhig Einzelheiten von ihm
erklären!
- Kurzfristig ist Cortison auch in
höherer Dosierung relativ gut verträglich, die
eigentlichen Probleme treten meist erst bei längerer Einnahme
auf (Monate...)!
- Die Nebenwirkungen des Cortisons
sind bekannt. Vielen von ihnen kann man wirksam vorbeugen!
Besonders wichtig sind eine gesunde Ernährung und ausreichend
Bewegung.
- Es ist oft nicht einfach, den
Behandlungserfolg einer Cortisonbehandlung bei einem Lungenemphysem
zu beurteilen. Notwendig dafür ist eine sorgfältige Beobachtung
durch den Patienten selbst sowie ein erfahrener Arzt, der sich
ausreichend Zeit nimmt und mit Ihnen diese Beobachtungsergebnisse
auch bespricht.
- Die Verordnungen und Vorschläge
Ihres Arztes sollten ganz genau befolgen, bei Problemen und
Unklarheiten sollte er raschestmöglich benachrichtigt
werden.
- Ein Sondersituation betrifft die
cortisonhaltigen "Sprays" (Dosieraerosole oder andere inhalierbare
Präparate, z.B. in Pulverform). Hier fallen durch die fast
ausschliesslich lokale Wirkung die Cortisonnebenwirkungen praktisch
weg. Berücksichtigen sollte man lediglich, dass im Gegensatz zu den
brochienerweiternden Dosieraerosolen kein schneller Wirkungseintritt
erwartet werden kann, und dass nur eine regelmäßige Anwendung
sinnvoll ist. Ob allerdings in Ihrer speziellen Krankheitssituation
eine solche Behandlung überhaupt erfolgen sollte, müssten Sie wiederum
mit Ihrem Arzt besprechen, da kann man keine allgemeinen
Angaben machen.
- Eine Zusammenfassung der wichtigsten
Punkte finden Sie hier:
(mit
Javascript / ohne
Javascript),
- eine Auflistung wichtiger Vertreter dieser Medikamentengruppe hier:
(mit
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