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Behandlungsmöglichkeiten bei sog. Exacerbationen -
Verschlechterungen, ausgelöst durch Infekte oder andere Ereignisse
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Selbst, wenn
alles bestens geregelt ist: Sie haben einen guten Arzt, sind stabil mit Medikamenten
eingestellt, haben das Rauchen aufgegeben (falls Sie es vorher getan haben!)
und auch sonst alles getan, um gesund zu sein und zu werden .....
Und plötzlich fängt die Krankheit wieder an zu arbeiten: Sie brauchen
häufiger Ihr Dosieraerosol, müssen mehr "schnaufen" und husten -
überhaupt wird alles schlechter!
Was ist geschehen? Als "alter Hase" wissen Sie es: Sie haben eine
Exacerbation. |
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Ursache dafür
ist meist ein (grippaler) Infekt, also eine Ansteckung mit Bakterien oder Viren.
Sind Bakterien die Ursache, so kann man den auslösenden Infekt selbst mit
Antibiotika behandeln, bei Virusinfekten hilft nur Schonung und eventuell
(vor allem bei starker Abgeschlagenheit und/oder Fieber) Bettruhe.
Die Verschlechterung der Grundkrankheit aber (in unserem Fall also der
Emphysembeschwerden) muss mit einer entsprechenden Intensivierung der
medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlung abgefangen werden. |
Das
Wichtigste beim Auftreten solcher Infekt-Exacerbationen
ist eine gute Überwachung und Kontrolle: Die Gefahr,
dass sich die chronische Krankheit dadurch insgesamt verschlechtert,
ist relativ groß. Vieles spricht dafür, dass
solche Infekte überhaupt der häufigste Grund
dafür sind, dass sich chronische Atemwegskrankheiten
im Lauf der Jahre verschlechtern.
Beobachten Sie sich aufmerksam, Zunahme von Husten, Auswurf
(vor allem wenn er sich schmutzig-grün verfärbt
- Bakterien!) und Atemnot sind Alarmzeichen. |
Aber
auch unerklärliche Allgemeinerscheinungen wie Abgeschlagenheit,
Müdigkeit, Gliederschmerzen sind, wenn sie über
das "normale" Maß einer Erkältung
hinausgehen, eventuell Gefahrensignale.
Sie sollten als chronisch Kranker in solchen Situtionen
bei jeder Unklarheit zu Ihrem Arzt gehen - das hat nicht smit
Wehleidigkeit zu tun, sondern ist notwendig, um Schlimmeres
zu verhindern.
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Schnell wird aus einem
verschleppten Infekt eine Lungenentzündung (Pneumonie),
was die Situation drastisch verschärft und gefährlich
macht.
Oft sind es garnicht die hochakut verlaufenden Infekt,
die Probleme bereiten, sondern die schleichenden,
bei denen man sich unerklärlich schlapp und schlecht
fühlt, hustet, schwitzt....
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Was
kann man aus diesen Hinweisen lernen? Jeder Infekt, jede
Begleiterkrankung anderer Art muss sorgfältig beobachtet
und gegebenenfalls behandelt werden, sicherlich noch konsequenter
als bei einem sonst Gesunden! Die Gefahren und Risiken
sind hier einfach noch größer, eine Verschlechterung
Ihres Emphysems droht und das wäre fatal. Seien Sie
nicht nachlässig!
Wenn gehäuft Exacerbationen vorkommen, ist Ihre Krankheit
nicht stabil, vielleicht nicht gut mit Medikamenten eingestellt
oder es schwelt ein immer wieder aufflammender Infekt
in den Bronchien oder anderswo. In diesem Fall ist eine
nochmals erhöhte Vorsicht angebracht: Solange mit
Haus- und Lungenarzt "dranbleiben" bis es sich
wirklich stabilisiert, auch mal an eine Rehabehandlung
denken, die in solchen Fällen oft "Wunder"
wirken kann. Dort wird häufig auch eine konsequente
Diagnostik durchgeführt (z.B. mit Bronchoskopie),
was am Heimatort oft aus Zeit- oder sonstigen Gründen
unterbleibt. |
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