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Einzelheiten der Behandlung mit Sauerstoff -
für Emphysemkranke unter Umständen ein ganz wichtiges Kapitel!
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Sauerstoff ist
eigentlich kein Medikament!
Und natürlich braucht auch nicht jeder Emphysemkranke eine
Sauerstoffbehandlung. Für diejenigen unter Ihnen, bei
denen die Erkrankung bedauernswerterweise schon weiter fortgeschritten ist,
kann eine solche Behandlung aber eine große Hilfe und Verbesserung der
Lebensqualität bedeuten und langfristig sogar die Lebenserwartung, die
durch ein Emphysem durchaus eingeschränkt sein kann, deutlich verbessern!
Auch diejenigen, bei denen es bisher nicht so schlimm aussieht, können
leider unter ungünstigen Umständen in diese Situation kommen.
Das alleine rechtfertigt sicherlich schon eine eingehendere Beschäftigung
mit dem Thema Sauerstoff. |
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Wie gesagt:
Sauerstoff ist kein Medikament! Trotzdem kann man kranke Menschen damit
behandeln. Letztlich gleicht man durch die Therapie mit Sauerstoff
(egal, in welcher Form!) nur die mangelnde Fähigkeit der Lunge aus,
das kostbare Lebensgas unserem Körper in ausreichender Menge zur
Verfügung zu stellen: Man bietet es im Übermaß an, damit
in den Geweben eine wenigstens einigermaßen ausreichende Konzentration
zur Verfügung steht. Eine Sauerstoffbehandlung entspricht also eher
der Versorgung mit einer Prothese!
Man kann auch Atemnot nicht mit Sauerstoff beseitigen (dafür braucht man
bronchienerweiternde Medikamente), Sauerstoffmangel führt eher zu Müdigkeit
und Leistungsverminderung als zu Atemnot.
Langfristig wirkt sich eine (medizinisch notwendige) Sauerstoffbehandlung günstig
auf Lebensqualität und Lebenserwartung aus (das erste ist erlebbar, das zweite
bewiesen!). Wenn die Krankheit einen gewissen Schweregrad erreicht hat, ist
diese Therapieform die wirkungsvollste Maßnahme überhaupt (es gibt allerdings
keinen Beweis dafür, dass sich die Anwendung von Sauerstoff - ausser für
das Bankkonto des Behandelnden - bei Gesunden in irgendeiner Weise positiv auswirkt!).
Obwohl Sauerstoff letztlich in jeder Form identisch ist, gibt es verschiedene Formen
einer Sauerstofftherapie, auf die Unterschiede wird unten eingegangen:
Behandlung mittels
eines Sauerstoffkonzentrators
Größte Mobilität durch
eine Flüssigauerstoffbehandlung
Die (nur selten sinnvolle)
Versorgung mit Sauerstoffflaschen |
| Behandlung mit einem Sauerstoffkonzentrator
Ein Sauerstoffkonzentrator ist ein elektrisches Gerät, das aus der normalen
Raumluft den Sauerstoff herauszieht und das Gas konzentriert durch einen
Schlauch an den Kranken abgibt. Es brummt leise vor sich hin, ist schwer und
nur wenig beweglich, muss dafür allerdings nie nachgefüllt
werden. Daraus kann man schon ersehen, dass sich diese Form der Behandlung
vorwiegend für zwei Gruppen von Kranken eignet:
- Menschen, die nur nachts Sauerstoff brauchen und
- Schwerstkranke, die - beispielsweise wegen einer
zusätzlichen Erkrankung (Schlaganfall o.ä.) - ohnehin keinerlei
Mobilität mehr besitzen und aller Voraussicht nach auch nicht mehr
erlangen werden. |
| Größte Mobilität durch
Flüssigauerstoff
Das ist die derzeit modernste und praktischste Art der
Sauerstoffversorgung. Der Kranke erhält für zuhause einen großen Tank,
der regelmäßig mit flüssigem Sauerstoff nachgefüllt wird. Aus diesem Tank
kann er sich versorgen, wenn er in der Wohnung ist. Wenn er das Haus
verläßt, füllt er sich einfach Sauerstoff in einen kleinen tragbaren
Behälter aus Leichtmetall und kann diesen dann mitnehmen. Ja nach
Sauerstoffbedarf reicht dieser kleine Tank ca. 2-8 Std. Man kann ihn
in einem Wagen mitnehmen (ähnlich einem Einkaufswagen) oder in einem
Rucksack tragen. Man den Sauerstoff auch in einem feinen Schlauch über
ein Brillengestell zur Nase leiten, dann ist diese Form der
O2-Therapie kaum noch für Aussenstehende zu erkennen.
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| Die (eigentlich nicht mehr ganz
zeitgemäße) Versorgung mit Sauerstoffflaschen
Hier muss man sich immer wieder eine neue, schwere Stahlflasche
besorgen. Damit ist die Mobilität natürlich stark eingeschränkt.
Noch vor einigen Jahren gab es allerdings keine andere Lösung.
Wenn man aber bedenkt, dass eine korrekte Sauerstoffbehandlung in
aller Regel eine regelmäßige Langzeitbehandlung ist, wird schnell klar,
dass diese Form der Therapie nicht sehr sinnvoll ist und
dass es heute bessere Alternativen gibt. Lediglich in Ausnahmefällen
- z.B. wenn ein Emphysempatient mit Sauerstoffkonzentrator
für kurze Aufenthalte draussen versorgt werden soll (ein paar Schritte
im Freien oder eine Spazierfahrt im Rollstuhl) - kann das eine vernünftige
Lösung darstellen.
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