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Medikamente, die in bestimmten Situationen zusätzlich eingenommen
werden können - und sollten!
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| Es gibt Medikamente,
die sinnvollerweise ständig (oder zumindest üªber einen
längeren Zeitraum) angewendet werden sollten. Andere dagegen sind nur
hilfreich in bestimmten Situationen: in der Regel Verschlechterungen
(Exacerbationen), die meist durch Atemwegsinfekte ausgelöst werden.
Dazu gehören insbesondere
- Schleimlöser und
- Antibiotika.
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Mukolytika/Sekretolytika/Schleimlöser
Das sind pflanzliche oder chemisch erzeugte Stoffe, die nichts
anderes tun als den oft zähen Schleim flüssiger und damit besser
abhustbar zu machen.
Sie sind fast alle als "leichte" Medikamente einzustufen und haben keine
(oder zumindest keine ernsten) Nebenwirkungen (Unverträglichkeitsreaktionen
wie Blähungen, Durchfall oder Juckreiz kann es auch beim "harmlosesten"
und "natürlichsten" Medikament geben!).
Sinnvoll sind sie natürlich nur, wenn tatsächlich auch
Schleim vorhanden ist! Vor allem, wenn dieser zäh oder klumpig
und schlecht abhustbar ist, können diese Mittel eine wirkliche
Erleichterung darstellen.
Eine gute Hilfe bei zähem Schleim ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr -
also: Genügend trinken!
Auch die verschiedensten Inhalationslösungen können sich günstig
auswirken - aber Vorsicht, stark ätherische Substanzen können reizen und
damit Husten nach sich ziehen! Die beste Inhalationslösung ist
Kochsalzlösung (NaCl): Die beliebten Meerwasser- oder Soleinhalationen
beruhen beispielsweise auf diesem Prinzip! Aber auch alle pharmakologischen
Inhalationslösungen enthalten NaCl.
Neben verschiedenen pflanzlichen Wirkstoffen gibt es im wesentlichen
zwei gut verträgliche und gut wirksame Stoffe:
- Acetylcystein
- Ambroxol.
Die Wirkungsweise ist etwas unterschiedlich, in beiden Fällen
jedoch gut und wiederholt nachgewiesen. Acetylcystein gibt es (von den verschiedensten Herstellern)
meist als Brausetabletten, es kann auch inhaliert werden, Ambroxol nimmt man
am sinnvollsten als
Retardtablette zu sich.
Einige Beispiele sehen Sie in einem Extrafenster:
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Antibiotika
Ganz anders sieht es bei den Antibiotika aus! Hierbei handelt es sich um
stark wirksame Chemotherapeutika, die grundsätzlich nur in
Absprache mit dem Arzt angewendet werden sollten.
Das älteste und immer noch bekannteste Antibiotikum ist das
Penicillin. Daneben wurden in den vergangenen JAhrzehnten jedoch
eine Vielzahl an gut wirksamen Stoffen entdeckt oder entwickelt.
Viele von ihnen sind ursprünglich Naturstoffe, werden aber aus
verschiedenen Gründen im Labor hergestellt.
Für den Einsatz von Antibiotika gibt es einige Regeln, die
auch der Patient wissen sollte:
- Man sollte eine Behandlung mit
Antibiotika nur beginnen, wenn es "handfeste" Gründe
dafür gibt (das sollten Sie unbedingt mit dem Arzt
absprechen). Medizinisch ausgedrückt heißt das:
Es muss eine
Indikation bestehen.
- Wenn man die Behandlung beginnt,
muss man sie konsequent durchführen, d.h. nach
Verschwinden der Krankheitszeichen mindestens noch drei Tage.
In der Regel beträgt die Behandlungsdauer mit Antibiotika
5 -10 Tage.
- Der Behandlungserfolg sollte am
besten vom Patienten selbst überprüft werden:
Deutliche(!) Beschwerdebesserung der nach (spätestens)
3 Tagen! Dann wie oben beschrieben konsequent zu Ende führen!
Andernfalls sofort Kontakt mit dem Arzt aufnehmen - eine
Weiterführung der Therapie in dieser Form ist wahrscheinlich
nicht sinnvoll!
- Antibiotika führen gelegentlich
zu leichteren Nebenwirkungen (Völlegefühl, leichtere Übelkeit,
Durchfall, Juckreiz). Nehmen diese Beschwerden zu oder sind sie
stärker ausgeprägt, sollte man sofort Kontkt zum Arzt
aufnehmen!
- Antibiotika sind kein "Spielzeug",
sie sind in ganz besonderem Maße weder Wundermittel
noch "Teufelszeug":
Sie haben schon viele Leben gerettet - aber man kann auch viel
Unheil damit anrichten!
Einen Überblick über einige bekannte
Präparate erhalten Sie wieder in einem Info-Fenster:
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