Bronchialtoilette

  • Drainagelagerung bzw. Lagewechsel, evtl. in Kombination mit Klopfungen oder Vibrationen (manuell oder mit einem entsprechenden Gerät).
    Wirkung: Über den Schwerkrafteffekt, Losreißen des Schleimes durch Vibrationen oder Erschütterungen, unterstützt durch „lange“ Lippenbremse.
  • Vertikale Erschütterung durch Schwingen auf einem Trampolin oder einem sog. Pezzi-Ball: Auch hierbei wirken Schwerkraft und Vibrationen schleimlösend. Aber Achtung: die Technik will beherrscht sein, damit keine Verletzungen auftreten. Für Schwerkranke sind diese Übungen auch zu anstrengend.
  • Körperliche Aktivität und gymnastische Übungen für Brustkorb und Atemmuskulatur.
    Wirkung: wie oben, zusätzlich Training des Herz-Keislaufsystems und vertiefte Atmung. Für Patienten, die Cortison einnehmen müssen: zusätzlich Verringerung der Gefahr eines Knochen- und Muskelschwundes. Für alle, die auch nur einigermaßen belastbar sind, sehr empfehlenswert.
  • Bronchiale Selbstreinigungstechniken (Autogene Drainage):
    Nicht ganz leicht zu erlernende Technik aber sehr wirkungsvoll, spezialisierte Krankengymnastin erforderlich.
  • Maskenausatmung (PEP-Maske): Der Patient atmet oder hustet in eine Maske mit einstellbarem Widerstand, dadurch können die Bronchien nicht kollabieren.
  • Flutter: eine Plastiktrillerpfeife mit kirschgroßer Stahlkugel. Beim Ausatmen beginnt die Kugel zu vibrieren, die Schwingungen setzen sich in die Atemwege fort und können dort den Schleim von den Bronchialwänden abreissen, so dass er abgehustet werden kann. Durch den Druck, der beim Atmen gegen die Stahlkugel entsteht, werden außerdem die Bronchien erweitert. Die optimale Neigung der „Pfeife“ muss ausgetestet werden, d.h. zum Anlernen ist auch hier eine Krankengymnastin erforderlich. Der Flutter (gesprochen Flatter) ist derzeit eine der wirksamsten Techniken zum Abhusten zähen Schleimes und kann sehr empfohlen werden (z.B. VRP1 Desitin®).
  • “Lange“ Lippenbremse: Wurde oben besprochen!
  • “Huffing“ (haffing): Rasche, hauchende Ausatmung, wie wenn man eine Glasscheibe anhauchen würde: So kann Schleim, der in der Luftröhre hängt, gut entfernt werden.

Sprechen Sie über die einzelnen Techniken mit Ihrem (Lungen-)Arzt und Ihrer Krankengymnastin!

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