Hustendisziplin

Man muss unterscheiden zwischen produktivem und unproduktivem Husten:


  • Produktiver Husten fördert Schleim aus den Atemorganen, er ist sinnvoll und wichtig und sollte nicht unterdrückt, sondern mit der entsprechenden Technik durchgeführt werden.
  • Unproduktiver Husten entsteht durch die Entzündung und den dadurch verursachten Reiz, er ist trocken und oft quälend. Man hustet und hustet, es kommt nichts, und meist spürt man auch, dass gar nichts zum Abhusten da ist! Trotzdem hört der Reiz nicht auf, oft werden richtige „Hustenorgien“ daraus.
    Dieser „schlimme“ Husten sollte durchaus unterdrückt werden: mit Hustentechnik, notfalls auch mit Medikamenten. Auch dies muss gelernt und geübt werden, hier nur ein paar Hinweise in Stichworten zur Wiederholung oder Anregung:

Hustentechnik bei produktivem Husten

  • nicht zu früh husten
  • aus einer Einatmung nur 2 bis 3 Hustenstöße
  • gegen geschlossene Lippen anhusten (dadurch Verhinderung des Bronchienkollapses)
  • atemerleichternde Körperstellungen einnehmen
  • in der Hustenpause kurz und oberflächlich weiteratmen
  • nächsten Hustenreiz durch Technik unterdrücken

Hustentechnik bei unproduktivem Husten

  • Speichel schlucken, warmes Getränk in kleinen Schlucken trinken
  • Luft kurz anhalten
  • durch die Nase einatmen (im Wechsel mit Speichel schlucken und Luftanhalten: keine Strömung = kein Reiz)
  • in angehobener Atemmittellage (d.h. leicht eingeatmet) oberflächlich weiteratmen.

 

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