Die dosierte Lippenbremse

Nummer »1« bei Atemnot ist die sofortige und richtige Inhalation Ihres bronchienerweiternden DA‘s - was an anderer Stelle ausführlich besprochen wird.
Fast genauso wichtig aber ist die Anwendung der dosierten Lippenbremse bei der Ausatmung. Dabei erfolgt die Ausatmung locker und möglichst passiv gegen die leicht geschlossenen Lippen (“die Luft strömt durch die geschürzten Lippen”). Dies führt zu einer Konzentration auf die Ausatmung (wie wichtig das ist, wurde weiter oben ausführlich beschrieben!), hilft dabei, anschließend ruhiger und nicht zu tief wieder einzuatmen und beruhigt damit letztlich den ganzen Atemvorgang. Die Folge ist eine Abnahme der Lungenüberblähung (die durch das oft angstvolle „Luftziehen“ und die Behinderung der Ausatmung durch die Atemwegsverengung entsteht und hauptsächlich für das Atemnotgefühl verantwortlich ist).
Menschen mit chronischer Bronchitis und vor allem Emphysemkranke können durch diese Technik - rechtzeitig und richtig eingesetzt - Überblähung und Atemnot vor allem bei Belastungen sogar von vorneherein vermeiden.
Mit diesen beiden Hilfsmaßnahmen (DA-Inhalation und dosierte Lippenbremse) haben Sie fast so etwas wie ein ein Zaubermittel in der Hand, um mit beängstigenden Luftnotsituationen besser zurecht zu kommen. Voraussetzung ist aber immer, dass Sie beides beherrschen. Lernen Sie es von Fachpersonal, üben Sie es, üben Sie es immer wieder und wieder: Wie bei einem Feuerwehrmann muss im Ernstfall jeder Handgriff sitzen.

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